Hochschule Pforzheim vergibt Preis für hochwertige und innovative Lehre

Sie prägen den „Open Space“ aus verschiedenen Perspektiven, von links: Die Professoren Wolfgang Henseler, Alice Chi und Sebastian Hackelsperger (Foto: Hochschule Pforzheim/Cornelia Kamper)

Fakultät für Gestaltung überzeugt mit interdisziplinärem „Open Space“ in ihrer Lehrmethodik

(Lesezeit: 2 Minuten)

Im Rahmen der Semesterabschlussfeier ist an der Hochschule Pforzheim der Lehrpreis 2023 verliehen worden. Dieser renommierte Preis ehrt besondere Leistungen und Verdienste in der Lehre. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an ein herausragendes Dreier-Team der Fakultät für Gestaltung, das durch seine außergewöhnliche Lehrmethodik überzeugte.

Das Team, bestehend aus Professorin Alice Chi, Professor Wolfgang Henseler und Professor Sebastian Hackelsperger, führt Studierende an komplexe Fragestellungen heran und nutzt dabei den „Open Space“ als zentralen Bestandteil ihrer Lehrmethodik. Im Studiengang Visuelle Kommunikation werden die Fächer „Print“, „Digitale Medien“ und „Werbung & Text“ zusammengeführt, um einen disziplinübergreifenden und ideengesteuerten Gestaltungsansatz zu ermöglichen. Dabei müssen alle Aspekte bei der Konzeption einer Lösung gleichzeitig berücksichtigt werden, um am Ende ein harmonisches Gesamtkonzept zu erreichen. Dieser Prozess führt die Studierenden an das hybride Denken heran, bei dem verschiedene Perspektiven miteinander vereint werden. Die Aufgabenstellungen reichten dabei zum Beispiel von der Übermittlung jahrhundertealten Wissens über Kräuter ins 21. Jahrhundert oder die Entwicklung zeitgemäßer Verwendungsformen für Melisse und Lavendel. Gemeinsam formte das Team zusammen mit den Studierenden zukunftsweisende Trends aus vergessenen Elementen.

„Hybrides Denken könnte man auf die Kurzformel bringen: vom ‚ODER‘ zum ‚UND’“, sagte Professor Dr. Hanno Weber, Prorektor für Studium und Lehre, bei seiner Laudatio während der Verleihung. „Früher hatten wir Entscheidungsprobleme und haben aus wenigen Alternativen die beste herausgepickt. Heute haben wir Mischungsprobleme, die einen vieldimensionalen Lösungsraum aufspannen“, begründete er die Entscheidung und gratulierte dabei herzlich im Namen der gesamten Hochschule.

Der „Open Space“ biete den Studierenden nicht nur eine Einführung in die aktuelle Design Challenge, sondern vermittele auch grundlegende Fähigkeiten und lege den Schwerpunkt auf den Transfer. Dabei seien nicht nur analytische und kreative Fähigkeiten gefordert, sondern auch empathische Wahrnehmung, kommunikative Kompetenzen und interdisziplinäres Denken. Das Lehrformat VK-OPEN SPACE wurde deshalb zudem für den Landeslehrpreis in der Kategorie „Transfer und Innovation“ eingereicht.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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