Vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt

Schädlinge werden mit chemischen und auch mit biologischen Abwehrmaßnahmen bekämpft.

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Im Auftrag der Stadt Pforzheim beginnt eine Fachfirma mit der diesjährigen Prophylaxe gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Als weitere vorbeugende Maßnahme hat sich das Grünflächen- und Tiefbauamt im letzten Jahr dafür entschieden, neben der chemischen auch auf die natürliche Schädlingsbekämpfung zu setzen. Dafür wurden an den bekannten Brennpunkt-Eichen auf Spielplätzen, in Parks und Grünanlagen neue zusätzliche Vogelnistkästen aufgehängt. Vögel sind natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners, da sie dessen Raupen fressen, bevor diese sich entwickeln können.

Zur Bekämpfung werden ausgewählte Eichenbäume in exponierter Lage mit einem biologischen Präparat besprüht. Das Auftreten des Eichen-Prozessionsspinners ist wie erwartet in den vergangenen Jahren rückläufig geworden und wird voraussichtlich auch 2024 weiter zurück gehen. Vor diesem Hintergrund beschränkt das Grünflächenmanagement das prophylaktische Besprühen mit einem Biozidpräparat auf ein Minimum an Eichen. Die Behandlung wird zum einen an solchen Bäumen vorgenommen, bei denen das Grünflächen- und Tiefbauamt aufgrund des vergangenen Jahres einen erneuten Befall erwartet, zum anderen an Bäumen, an denen bei Kontrollen zu Beginn des Blattaustriebs ein einsetzender Befall festzustellen war. Mit dem Blattaustrieb setzt bei den Raupen der Schlüpfvorgang ein, da mit dem Eichenlaub nunmehr Nahrung zur Verfügung steht. Erst ab dem Schlüpfen lässt sich mit den angewandten Präparaten die erforderliche Wirkung erzielen. Die Bäume an denen Nistkästen angebracht wurden, werden nicht mit dem biologischen Präparat besprüht.

Die Eichenbestände werden im Nachgang ständig beobachtet und regelmäßig kontrolliert, um einen möglichen Befall trotz Prophylaxe möglichst früh erkennen und bekämpfen zu können. So will die Stadt etwaige gesundheitliche Auswirkungen im öffentlichen Raum so gering wie möglich halten und die Verkehrssicherheit der Bäume gewährleisten. Dennoch auftretende Befälle werden von derselben Fachfirma behandelt, indem die Raupen abgesaugt werden.

Zur ergänzenden Aufklärung über den Eichenprozessionsspinner hat das städtische Grünflächenmanagement in Zusammenarbeit mit dem TheoPrax-Seminarkurs des Reuchlin-Gymnasiums einen Flyer entworfen, der über gesundheitliche Risiken durch die Raupen aufklärt, wirksame Schutzmaßnahmen aufzeigt und Handlungsempfehlungen gibt. Unter www.pforzheim.de/eps ist der Flyer digital zugänglich. Über das Amt für Bildung und Sport wird er zudem an Schulen verteilt. Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten, die im vergangenen Jahr einen starken Befall zu verzeichnen hatten, wurden über die Spritzaktion vorab telefonisch informiert.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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