Die kleine Schwester des Fotocamp stellt sich vor: Die FotoCON

Die Macher des in der Zwischenzeit schon weit über die Pforzheimer Grenzen bekannten „Fotocamp“ wurden von den fotobegeisterten Teilnehmern des öfteren angesprochen. Gewünscht wurde, dass der Zweijahrestakt aufgegeben wird und die beliebte Veranstaltung jährlich stattfinden soll. So entschieden sich Christine Bauer, Alexander Freimüller und Sascha Rehm, einen eintägigen Fotolehrgang anzubieten.

Fotolehrgang über den Dächern von Pforzheim

Das „Fotocamp“ verläuft als ein Barcamp, eine sogenannte Unkonferenz, was bedeutet, dass kein festes Programm vorgegeben ist und die Besucher organisieren sponan, was alles stattfindet. So entstehen unterschiedliche Gruppen, in denen Wissen vermittelt wird oder in praktischen Übungen Bilder entstehen. Auch eine Gesprächsgruppe zu einem bestimmten Thema kann Bestandteil eines solchen Barcamps sein.

Im Gegensatz dazu fand am Samstag im exclusiven Ambiente des Parkhotel die erste FotoCON statt als eintägige „kleine Schwester“ zum sonst dreitägigen Fotocamp. Die Konferenz war unterteilt  in die Bereiche Wissen, Gefühl und Aktion. Am Morgen führte der Fotograf Peter Hölzle vor, wie man mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms kleine bewegte Bilder erstellen kann, auch GIF genannt, wie man sie aus Internetforen oder Textunterhaltungen am Mobiltelefon kennt. Jörg Rieger ist Leiter einer Werbeagentur und zeigte Alternativen zu bekannten Fotobearbeitungsprogrammen.

Einen Einblick in 30 Jahre Digitalfotografie und Ausblick auf zukünftige Technologien gab es von Dana Diezemann. Sie ist Fachfrau für komplizierte Sachverhalte, die sie auf ihre einmalige Weise erklärt und Wissen von vier Stunden in einen Vortrag von 60 Minuten packt. Dabei kommt keine Langeweile auf, da sie es versteht, ein staubtrockenes Thema mit humorvollen Anmerkungen und einfachen Schaubildern den Teilnehmern verständlich nahe zu bringen.

Worauf es in der Portraitfotografie ankommt, zeigte Markus Schänzle im zweiten Abschnitt, der unter das Thema Gefühl gestellt war. Er zeigte vor Ort mit einem Model, auf was man achten muss um statt einem gewöhnlichen Passbild ein ausdrucksstarkes Charakter-Portrait zu erhalten.
Über fotografisches Sehen und Gestalten referierte der Fototrainer Georg Schäfer und gab wertvolle Tipps, damit ein Foto nicht nur angesehen, sondern auch in Erinnerung bleibt.
Die Faszination von vergessenen Orten begeistern Michael Bender leidenschaftlich und erklärt eindrücklich, was zu beachten ist, um dieses spannende Hobby zu betreiben.

Am Ende des Tages mal noch kurz nach Rom

Als Abschluss des Tages kamen die Teilnehmer selbst noch zum Zuge und durften das in der Theorie erlernte auch gleich in die Praxis umsetzen: Gemeinsam ging es auf einen Spaziergang zum Gasometer beim Enzauenpark und unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnte das 360 ° Panorama „Rom312“  von Yadegar Asisi nach Herzenslust fotografiert werden.

„Mir hat die Mischung des Programms sehr gut gefallen, bei den Vorträgen am Morgen konnte ich viel Wissen mitnehmen“, so einer der Teilnehmer. „Besonders die Möglichkeit, ungestört ohne weitere Besucher im Gasometer fotografieren zu können, hat mir Spaß gemacht,“ ergänzt er seine begeisterten Ausführungen.

Interessierte bekommen weitere Informationen über die Internetseite.
Über Björn Fix 122 Artikel
Björn Fix, Jahrgang 1970, passionierter Fotoreporter und ständiger Mitarbeiter bei PF-BITS seit der ersten Stunde. Als gut informierter, zuverlässiger und gern gesehener Zuschauer und Beobachter ist er vor allem zuständig für aktuelle und "fixe" Berichterstattungen aus der Region.