Sirenentest am Samstag

Die Feuerwehren und Gemeinden testen das Sirenennetz und die Auslösetechnik mittels eines digitalen Funksignals durch die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Mit der Aktion soll die Bevölkerung auch sensibilisiert werden, selbst eigene Vorsorgemaßnahmen für Notfälle zu treffen.

Folgender Ablauf wird beim Sirenentest durchgeführt:

  • 16 Uhr ein einminütiger Dauerton. Er kündigt das Ende einer Gefahr an.
  • Um 16:05 Uhr folgt dann ein einminütiger Heulton. Er bedeutet im Ernstfall: Rundfunkgerät auf einen örtlichen Sender schalten und auf Durchsagen achten. Alternativ gibt es Hinweise zur Gefahrenlage und zum richtigen Verhalten auch über Info-Telefone der Stadt, des Landratsamts und der betroffenen Gemeinden.
  • Um 16:10 Uhr ertönt ein wiederum einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen wird. Er signalisiert „Feueralarm“ und alarmiert im Gefahrenfall alle Einsatzkräfte.
  • Der Sirenenprobebetrieb endet um 16:15 Uhr, wie er begonnen hat: mit dem einminütigen Dauerton, der das Ende der Gefahr signalisiert.

Getestet werden die 43 Sirenen im Stadtgebiet und in den Stadtteilen sowie die Sirenen in den Enzkreisgemeinden Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Ispringen, Kämpfelbach, Königsbach-Stein, Mühlacker, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg. Im Kreis wird teilweise digital alarmiert, die übrigen müssen zeitgleich noch manuell bedient werden. Neben den fest installierten Sirenen verfügen die Feuerwehren über mobile Lautsprecher in Einsatzfahrzeugen. Damit ist es möglich, schnell und gezielt in einzelnen Straßenzügen oder Wohnblocks vor Gefahren zu warnen.

Neben dem „Weckinstrument“ Sirenen gibt es die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), mit der detaillierte Informationen direkt von der Integrierten Leitstelle für Pforzheim und Enzkreis auf die Mobiltelephone geschickt werden können. NINA wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt und ist mit dem sogenannten Modularen Warnsystem verknüpft, einem satellitengestützten System, das bundesweit Warnungen des BBK, lokale Warnungen der Leitstellen und Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes verbreitet.

Grundsätzlich soll man im Ernstfall die Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen via Warn-App, Internet, Radio oder Fernsehen einholen. Die Notrufe 110 und 112 dürfen nur in einem akuten Notfall gewählt werden, aber nicht, um sich zu informieren. Weitere Informationen enthält der Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen: von Tipps zur Vorratshaltung für Notfälle über die richtige Zusammenstellung der Hausapotheke bis zu Möglichkeiten der Brandverhütung.

Die kostenlose Broschüre gibt es in der Pforzheimer Hauptfeuerwache am Messplatz, beim Pförtner im Neuen Rathaus, an der Infotheke im Landratsamt sowie als Download auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber). Weitere Sicherheitstipps stehen auf www.bbk.bund.de; dort finden sich auch die Links zum Download der Warn-App NINA.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim)

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.