Kriminalitätsstatistik 2018 veröffentlicht

Titel der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 des Polizeipräsidiums Karlsruhe

Pforzheim weiterhin zweitsicherste kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg. Zahl der Straftaten weitgehend gleich zu 2017. Unterschiede bei einzelnen Deliktgruppen.

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Dass das Sicherheitsgefühl und harte Kriminalitätsstatistiken oftmals sehr auseinandergehen, zeigt sich an den Zahlen der Kriminalitätsstatistik 2018, die heute vom Polizeipräsidium Karlsruhe veröffentlicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die wichtigsten Zahlen der Kriminalitätsstatistik für Pforzheim weitgehend gleich geblieben.

Die Zahl der Straftaten wird 2018 mit 9.141 angegeben (2017: 9.091). Das ergibt eine Veränderung von 50 Straftaten und einer gestiegenen Quote von 0,5 %. Die Zahl der Tatverdächtigen ist um rund 7,6 % auf 4.102 (2017: 4.440) zurückgegangen. Die Häufigkeitszahl von Straftaten auf 100.000 Einwohnern ist nur minimal von 7.362 auf 7.355 Straftaten (minus 0,1 %) zurückgegangen und weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als beispielsweise Karlsruhe mit 8.796 Straftaten auf 100.000 Einwohnern.

Die Aufklärungsquote von Straftaten ist in Pforzheim vom 66,4 % (2017) auf 62,2 % in 2018 zurückgegangen.

Auffälligkeiten bei Deliktgruppen

Während in den Deliktgruppen Leistungserschleichung (- 45,9 %), Warenkreditbetrug (- 25,1 %), Rauschgiftdelikte (- 12,6 %), Bedrohung (- 20,5 % und Nötigung (- 30,5 %) deutliche Rückgänge zu verzeichnen sind, gibt es auffällige Steigerungen bei Warenbetrug (+ 50,5 %), Gefährliche Körperverletzung auf Straßen, Wegen und Plätzen (+ 27 %), Diebstahl allgemein (+ 6,4 %), Sachbeschädigung (+ 7,9 %) und Ladendiebstahl (+ 6,7 %).

Bei Wohnungseinbrüchen gibt es eine leichte Steigerung auf 98 Einbrüchen (88 in 2017), allerdings steht hier immer noch ein deutlicher Rückgang gegenüber 2016 mit 188 Fällen.

Bei Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit ist im Allgemeinen ein Rückgang von 2 % zu verzeichnen, allerdings „war ein Anstieg bei den Nichtdeutschen (Heranwachsende und Erwachsene) und hier insbesondere bei den Asylbewerbern festzustellen“ (um 4,8 % auf 48,2 % Nichtdeutsche). Eine ähnliche Entwicklung ist bei Körperverletzungen zu verzeichnen.

Weniger Tatverdächtige

Die gesunkene Zahl der Tatverdächtigen bezieht sich auf alle Altersgruppen, außer bei Kindern – hier gibt es eine Steigerung von 168 Tatverdächtigen in 2017 auf 183 Verdächtige in 2018. Beim Verhältnis Deutsche/Nichtdeutsche gibt es immer noch einen leichten Überhang von 2.156 deutschen Tatverdächtigen (52,6 %) gegenüber 1.946 nichtdeutschen Tatverdächtigen (47,4 %). Diese Verhältnis hat sich in 2018 um 3 % zugunsten deutscher Tatverdächtiger verändert.

Die vollständigen Statistikzahlen sind auf der Website des Polizeipräsiums Karlsruhe herunterladbar.

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