Gegen die (Wasser)Wand in Sachen Bäder

Planungen für die Schwimmhalle Huchenfeld werden teurer und das Wartberg wird langsam aber sicher zu einem weiteren Sanierungsfall.

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Die unendliche Geschichte der Pforzheimer Bäderstrategie ist voll mit Hiobsbotschaften. Eine weitere kam in der gestrigen gemeinsamen Sitzung der gemeinderätlichen Ausschüsse für öffentliche Einrichtungen und des Werkeausschuss dazu. Neben dem bereits stillgelegten Emma-Jaeger-Bad und des Huchenfelder Schwimmbades gesellen sich nun auch noch dringliche Probleme mit Einrichtungen des Wartberg-Freibades hinzu.

Hier berichtet Bürgermeister Dirk Büscher mit Bildern von Schäden im Umkleidebereich und der dortigen Sanitäranlagen, die dazu führen, dass diese Bereiche nach dieser Saison außer Betrieb genommen werden müssen. Auch hier stelle sich daher die Frage nach einer größeren Sanierung oder einer anderen Lösung.

Diese weitere Hiobsbotschaft kam passend zur Tagesordnung der Ausschüsse, denn hier ging es unter anderem um Rahmenterminpläne für den Rückbau des Emma-Jaeger-Bades und des Rück- und Neubaus der Schwimmhalle Huchenfeld inklusive das weitere geplante Vorgehen und verschärft damit die Situation der avisierten Notlösung. Denn neben dem geplante Neubau eines „Emma-Jaeger-Bad Light“ mit einem Sportbecken und einem Kinderbereich für 11,5 Millionen Euro und einem Neubau für die Schwimmhalle Huchenfeld, die ursprünglich mit 6,5 Millionen Euro geplant wird und deren Kosten nun auf 9,9 Millionen Euro taxiert werden – satte 52 % mehr.

Wohlgemerkt: Mit den 11,5 Millionen plus 9,9 Millionen Euro gäbe es dann zwar zwei neue Bäder, das Wartberg-Freibad wäre aber dennoch wohl der nächste Sanierungsfall. Von einer echten und vor allem nachhaltigen Bäderstrategie kann man da derzeit nicht sprechen. Die Befürchtungen von Stadtrat Axel Baumbusch auf Facebook, dass nun zwangsläufig ein Kombibad auf dem Wartberg komme, sind nicht ganz unberechtigt.

Die nächste Runde läuft am 4. Juni 2019, wenn die gestern erörterten Sachverhalte in der Gemeinderatssitzung beraten werden. Der wird, so viel kann man wirklich sicher sagen, noch in alter Besetzung tagen.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.