Galerie der Pforzheimer Stadtoberhäupter um Christel Augenstein ergänzt

Oberbürgermeister Peter Boch hat in der Galerie der ehemaligen Oberhäupter der Stadt Pforzheim im 6. Stock des Neuen Rathauses das Portrait von Oberbürgermeisterin a. D. Christel Augenstein gemeinsam mit ihr enthüllt.

Christel Augenstein war zwischen 2001 und 2009 Oberbürgermeisterin der Stadt Pforzheim. Davor war sie bereits ab 1990 als Stadträtin aktiv gewesen, davon fünf Jahre als stellvertretende, ab dem 1. März 2001 schließlich als Vorsitzende der FDP- Gemeinderatsfraktion. 2001 errang sie bei der Oberbürgermeisterwahl 53 % der Stimmen. Am 23. Juli 2001 trat sie das Amt an. Sie war die erste Frau an der Spitze der Stadt Pforzheim. Abgelöst wurde sie von Gert Hager am 23. Juli 2009.

Ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Amtszeit waren Projekte wie beispielsweise das Neubaugebiet „Tiergarten“, die Privatisierung des städtischen Klinikums, die Umstrukturierung der Verkehrsbetriebe oder die Eingliederung der Sonderbehörden des Landes Baden-Württemberg in den Betrieb der Stadtverwaltung.

Augensteins Porträt hat der Berliner Maler und Bildhauer Christoph Wetzel, Jahrgang 1947,  bereits 2004 angefertigt. Zuvor hatte Wetzel bereits erfolgreich Augensteins Vorgänger Dr. jur. Joachim Becker (1985-2001) und Dr. rer. pol. Willi Weigelt (1965-1985) porträtiert.

Augensteins Portrait wird, ebenso wie alle anderen Portraits, im direkten Umfeld des Büros des Oberbürgermeisters im sechsten Stock gehängt.

Zum Künstler Christoph Wetzel

Christoph Wetzel (* 5. Juni 1947 in Berlin) absolvierte in den 1960er Jahren eine Steinmetzlehre in Berlin und schloss ein Abendstudium für Bildhauerei bei Gerhard Thieme an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ab. Von 1967 bis 1973 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner und Fritz Eisel und erwarb ein Diplom als Wand- und Tafelmaler. Von 1973 bis 1974 absolvierte er eine Restauratorenausbildung an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Alte Meister.

Von 1974 bis 1977 lehrte Christoph Wetzel als Dozent an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Seit 1977 war er freischaffend in Dresden und Ringenhain tätig. Von 1982 bis 1986 lehrte er Naturstudium an der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen. Seit 2007 ist Christoph Wetzel Vorsitzender des Künstlersonderbundes.

Von 2002 bis 2005 rekonstruierte er die Kuppelgemälde in der wiederaufgebauten Frauenkirche in Dresden. Dabei musste er auf einige Farbfotografien von 1943 zurückgreifen und machte sich mit der Malerei des Barock auf Forschungsreisen in Italien vertraut.

Gemälde und Zeichnungen von Christoph Wetzel waren 1997 im Zuge einer Ausstellung im Stadtmuseum Pforzheim zu sehen.

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