Ende einer „Bombenstimmung“ in der Südoststadt

Fliegerbombe in der Südoststadt erfolgreich entschärft. Weitgehend unproblematische Entschärfung.

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Rund 4.000 Bewohner in der Südoststadt zwischen Südstadtschule und Ende des Hegenachs hatten heute „sturmfreie Bude“ dank einer Warnung vor einer Fliegerbombe, die bei Grabungsarbeiten für einen Hausbau im Max-Brod-Weg zwischen Großem Lückenweg, Schoferweg und Kopernikusstraße gefunden wurde. Gegen 12 Uhr entschied das Lagezentrum nach Absprache mit Polizei, Feuerwehr, Stadtverwaltung und Kampfmittelräumdienst eine Evakuierung in einem 500-Meter-Radius um die Fundstelle.

Um 15 Uhr begann die Evakuierung mit Lautsprecherdurchsagen und Haus-zu-Haus-Besuchen. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Zufahrten zum Evakuierungsbereich beschränkt und dann gänzlich gesperrt. Eine Reihe von gehbehinderten und pflegebedürftigen Bewohnern wurden dann noch mit Kranken- und Rettungswagen abtransportiert. In der Jahnhalle wurde eine Sammelstelle des Deutschen Roten Kreuzes aufgebaut, die aber nur mäßig besucht war – offenkundig hatten sich viele Bewohner bereits im Vorfeld um ein Ausweichquartier für den Freitagnachmittag gekümmert.

Jahnhalle als Sammelplatz für Evakuierte während der Fliegerbombenentschärfung im Max-Brod-Weg

Die Räumung wurde gegen 18 Uhr von einem Polizeihubschrauber und einer Wärmebildkamera überprüft, dabei wurden jedoch immer wieder vereinzelte Menschen gesichtet, die daraufhin von der Polizei angesprochen werden mussten. Dadurch verschob sich der Beginn der Entschärfung um eine Stunde auf 19 Uhr.

Die Entschärfung wiederum gestaltete sich nach Auskunft des Kampfmittelräumdienstes, der sich von der Feuerwehr die freigelegte Fundstelle beleuchten ließ, recht problemlos. Die 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe wurde um ihren Zünder erleichtert und dann sicher in einem Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes verstaut. Erster Bürgermeister Dirk Büscher dankte vor Ort den Hilfskräften und dem Kampfmittelräumdienst.

Entdeckt wurde die Fliegerbombe im Boden bereits am Donnerstag, konnte dann aber erst am Freitagmorgen freigelegt werden, woraufhin der Großeinsatz geplant und gestartet wurde. Zwischenzeitlich wurde die Bevölkerung auch über Rundfunk und über Alarmierungs-Apps auf Smartphones gewarnt, die Stadt informierte zudem auf ihren Social-Media-Kanälen auf Twitter und Facebook zeitnah. Pressesprecher Philip Mukherjee war ebenso vor Ort und informierte die Medien im Pressebus der Feuerwehr Pforzheim wie Polizeisprecher Ralf Minet.

Die Stadt hatte zudem kurzfristig ein Bürgertelefon eingerichtet, das mit mehreren Mitarbeitern insgesamt 220 Bürgeranfragen beantwortete.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.