Helios Klinikum Pforzheim mit neuem OP-Verfahren bei Herzklappenfehlern

Persönlicher Dank von Frau Wenz (li.) und Frau Kirfel (re.) an die Chefärztin der Kardiologie Frau Prof. Dr. Ilka Ott (Foto: Helios Klinikum Pforzheim)

Kardiologie des Klinikums operiert minimalinvasiv komplizierte Herzklappenfehler mit im Herzzentrum Leipzig entwickeltem Verfahren.

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Bei der Trikuspidalklappeninsuffizienz besteht eine Undichtigkeit der Herzklappe zwischen der rechten Herzvorkammer und der rechten Herzhauptkammer. Durch diesen Herzklappenfehler wird das Blut in die falsche Richtung gepumpt und staut sich in den vorgeschalteten Organen, wie Venen und Leber.

Mit der Chefärztin der Kardiologie, Frau Prof. Dr. Ilka Ott, zählt das Helios
Klinikum Pforzheim zu einer der wenigen Kliniken weltweit, die dieses
Verfahren, das erst letztes Jahr am Helios Herzzentrum in Leipzig weltweit erstmals durchgeführt wurde, für ganz besondere Herzklappenfehler anwendet. Das Helios Klinikum Pforzheim ist nun als 21. TriClip-Zentrum in Deutschland zertifiziert. Die ersten Triclips wurden bereits implantiert.

„Die Erkrankung schränkt die Lebensqualität der Betroffenen stark ein. Oft treten Wassereinlagerungen im Brustkorb, dem Bauch oder den Beinen auf. Daneben kann außerdem die Nierenfunktion beeinträchtigt sein. Unbehandelt führt die Trikuspidalinsuffizienz zu Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz bis zum Tod. Bisher sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt, insbesondere weil (meist) ältere Patienten mit mehreren Erkrankungen davon betroffen sind “, so Ott.

Bei dem TriClip Verfahren wird die Trikuspidalklappe mit einem Clip repariert, der durch die Leistenvene zum Herzen geführt wird. Nach dem Eingriff ist das Herz in der Lage, das Blut effizienter zu pumpen die Symptome der Trikuspidalinsuffizienz werden gelindert. „Auch die beiden Patientinnen Frau Kirfel und Frau Wenz hatten mit starken Einschränkungen zu kämpfen. Frau Wenz konnte beispielsweise nicht mehr liegend schlafen, sondern nur mit hochgestelltem Kopfteil und litt unter Wassereinlagerungen in beiden Beinen“, erklärt Chefärztin Prof. Dr. Ilka Ott.

Bei beiden Patientinnen erfolgte die Trikuspidalklappenreparatur minimalinvasiv mittels eines Katheters, der über die Leistenvene zum Herzen geführt wird.

(Pressemitteilung Helios Klinikum Pforzheim, bka)

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