Verleihung des 1. Internationalen Pforzheimer Friedenspreises an Ben Salomo

Preisträger Ben Salomo mit dem 1. Internationalen Pforzheimer Friedenspreis, einer Skulptur von Johanna Seibert (Foto: Gerhard Baral)

Salomo erhält den Preis für seine Arbeit gegen Antisemitismus.

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Corona-bedingt mit einer beachtlichen Verspätung von über acht Monaten hat der Musiker Ben Salomo am Sonntag nun den 1. Internationalen Pforzheimer Friedenspreis auch physisch erhalten. Bereits im August war er durch eine Jury als Preisträger auserkoren worden. Salomo erhält den Preis für seinen „vorbildlichen Einsatz für Zivilcourage und Friedensarbeit“, die er vor allem musikalisch in Form von Hip-Hop-Musik gegenüber jungen Menschen leistet und sich aktiv gegen Antisemitismus ausspricht.

Ben Salomo, der mit bürgerlichem Namen Jonathan Kalmanovich heißt, kann durch seinen Einsatz gegen Antisemitismus als vorbildhaft für Zivilcourage und Friedensarbeit gesehen werden und ist daher in den Augen der Jury ein besonders würdiger Träger eines Internationalen Pforzheimer Friedenspreises. Der Preis wurde von der Studentin Johanna Seibert von der Fakultät für Gestaltung, unter Leitung von Prof. Christine Lüdeke, gestaltet. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro. Finanziert wurden der Sachpreis und das Preisgeld durch Spenden aus der Bürgerschaft.

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, Gerhard Baral (Bündnis Pforzheim nazifrei), Mark Stephen Pace (Jury), Oberbürgermeister Peter Boch. In der Mitte: Preisträger Ben Salomo/Jonathan Kalmanovich (Foto: Stadt Pforzheim/Natalie Hüeber)

In einem Videobeitrag hat die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Arbeit des Musikers gewürdigt und auch Jurymitglied Marc Stephen Pace ging in seiner Ansprache auf seinen Einsatz für Zivilcourage und Friedensarbeit ein. Weitere Grußworte erfolgten im Kulturhaus Osterfeld durch Oberbürgermeister Peter Boch, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und Gerhard Baral des Bündnisses „Pforzheim Nazifrei“.

Musikalische Beiträge wurden von der israelischen Lechaim Band aus Berlin per Videoübertragung eingespielt. Nach seinem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Pforzheim sprach auch der Preisträger Ben Salomo einige Worte und präsentierte sein Lied „DEDUSCHKA“. Übertragen wurde die Veranstaltung live im Internet und steht auch als Archivdatei zum Nachschauen zur Verfügung.

In einer Reaktion gratulierte Bundestagsabgeordnete Katja Mast dem Preisträger Salomon: „Der 1. Internationale Friedenspreis findet heute in Ben Salomo einen mehr als würdigen Träger. Sein Engagement gegen Antisemitismus – in welcher Erscheinungsform auch immer – und für unsere Demokratie sind beispielhaft.“ Nicht nur mit seiner Musik erreiche Salomon damit viele Menschen „direkt, persönlich und emotional“.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim, bka)

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