Blitzer „Micha“ hat jetzt eine Schwester

Beschädigte Geschwindkeitsüberwachungsanlage "Micha" an der Kurzen Steig

"Ella" soll nun die Arbeit von "Micha" ergänzen. Zunächst Überwachung des Verkehrs an Schulen und Kitas.

(Lesezeit: 3 Minuten)

Familienzuwachs bei den mobilen Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen der Stadt Pforzheim. Aufgrund der „guten Erfahrungen“ mit der so genannten „Semistation“, die das Amt für öffentliche Ordnung liebevoll „Micha“ getauft hat, hat der Gemeinderat in diesem Jahr für ein weiteres Gerät grünes Licht gegeben, das nun zu Beginn des neuen Schuljahres erstmals zum Einsatz kommt und auf den Namen „Ella“, nun ja, hört. Erste Station wird, so wie bei „Micha“ einst auch, vor der Grundschule in der Hirsauer Straße sein. Danach „tourt“ das Gerät an der Nordstadtschule und in der Blücherstraße.

„Mit der zweiten sogenannten Semistation erhöhen wir die Geschwindigkeitskontrollen auf Pforzheims Straßen. So wollen wir für mehr Sicherheit sorgen und gleichzeitig den Lärm für Anwohnerinnen und Anwohner reduzieren“, erklärt Ordnungsdezernent und Erster Bürgermeister Dirk Büscher.

Vor allem nachts und am Wochenende ergänzen die beiden Blitzer die Messungen mit mobilen Kontrollfahrzeugen und stationären Anlagen. Das sorge für mehr Flexibilität bei der Überwachung. Auch Jürgen Beck, Leiter des Amts für öffentliche Ordnung, freut sich über den Zuwachs: „Die Beschwerdelage ist hoch. Micha hat bereits mit weit über 40.000 Geschwindigkeitsverstößen pro Jahr Abhilfe geschafft und eine große präventive Wirkung gezeigt. Ellas Ankunft wurde daher von uns und vielen Pforzheimerinnen und Pforzheimern sehnlichst erwartet.“ Der „Nachwuchs“ solle den großen Bruder nun tatkräftig unterstützen.

Feinde, aber auch Freunde der Anlage vorhanden

„Micha ist schon mehrfach mit Mülltüten zugestellt oder mit Farbe besprüht worden. Wir wissen also, dass die Anlagen von manchen Bürgerinnen und Bürgern durchaus auch kritisch gesehen werden“, so Amtsleiter Beck. Er bekomme aber auch viel positives Feedback von den Anwohnerinnen und Anwohnern, in deren Straße die Anlage zeitweise steht. „Wer sich an die geltenden Regeln hält, hat nichts zu befürchten“, sagt Beck.

Die Semistation ist ein Anhänger, der meist für mehrere Tage an einem Standort platziert wird und dort rund um die Uhr Geschwindigkeitsmessungen durchführen kann. Die Station kann so programmiert werden, dass sie zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Geschwindigkeitsvorgaben kontrollieren kann. Das spielt beispielsweise bei nächtlichen Temporeduzierungen zum Lärmschutz oder bei Tempo 30 vor Schulen und Kitas eine Rolle. Zudem wird die Anlage an Stellen eingesetzt, an denen sich Anlieger an nächtlichen Auto-Partys oder der Tuning-Szene stören.

Besim Karadeniz
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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über 25-jährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.