K(l)eingeld-Probleme der Kassenautomaten an den Rathaus-Parkplätzen

„Darf’s noch eine Brezel sein?“ Diese Frage bekommen gar nicht so wenige Autofahrer zu hören, wenn sie parken und bezahlen wollen. Beim Parken? Genau da.

Unabhängig von der zukünftigen „Brötchentaste“ ergibt sich an den Kassenautomaten der Parkplätze und Tiefgaragen rund um den Marktplatz (plus Rathaus-Parkplatz und Tiefgaragen für das CCP und das Stadttheater) eine Problematik, die so gar nicht in unsere Zeit passen will: die Kassenautomaten nehmen dort keine Kredit-/Zahlkarten und können nur mit Bargeld bezahlt werden. Bargeld, das entweder aus Münzen bestehen sollte oder aus Fünf- oder Zehn-Euro-Scheinen. Wer mit einem Zwanziger seine zwei Stunden Parken bezahlen will und es nicht kleiner hat, dessen Schein wird wieder ausgespuckt. Und dann ist bei der Suche nach einer Wechselstelle der Brezel-Verlegenheitskauf eine häufig gewählte Lösung.

Die Ironie dieser kleinen Posse ist, dass die Kassenautomaten ja eigentlich einen Kartenschlitz an Bord haben, der aber offensichtlich ohne Funktion ist. Eine Anfrage beim Unternehmen Park Service Hüfner in Stuttgart, das die Parkplätze rund um die Marktplatz-Tiefgarage in eigener Regie betreibt, gibt da leider auch keine große Hoffnung auf kurzfristige Besserung. „Eine Kartenzahlung“, so die offizielle Auskunft, „sei bei dem Schrankensystem, das in Pforzheim verbaut ist, aus technischen Gründen nicht möglich.“

Also Barzahlung – und eine „Insider-Funktion“

So ist also erst einmal Barzahlung an den Automaten angesagt. Da wird zwar gewechselt, wenn der eingeworfene Geldbetrag höher (aber nicht zu hoch) ausfallen sollte, als die zu entrichtenden Parkgebühren, dennoch empfiehlt sich die passende Auswahl an Geldmünzen und und vor allem Geldscheinen.

Immerhin einen heißen, weitgehend unbekannten Tipp gibt es von Hüfner: Ab einem zu entrichtenden Gebührenbetrag von 8 Euro akzeptieren die Kassenautomaten still und leise auch 20-Euro-Scheine, obwohl das an den Kassenautomaten gar nicht steht. Wer also länger als vier Stunden parkt und damit 8 Euro oder mehr Parkgebühren zu zahlen hat, dessen Zwanziger ist dann doch noch gern gesehen im Kassenautomat.

Da eröffnet sich dann also eine weitere Perspektive, wenn der Autobesitzer es nicht klein genug hat: einfach länger als vier Stunden parken. Und vielleicht noch einen Kaffee im Café trinken. Plus Brezel.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.