Pforzheimer Wirtschaftsingenieure organisieren Symposium auf internationaler Konferenz in Spanien

Von links: Hanna Schirovsky vom Weltethos-Institut Tübingen, Professorin Dr. Katharina Kilian-Yasin, Stefan Simon von der Hochschule Pforzheim beim fünften World Congress for Middle Eastern Studies (WOCMES) in Sevilla.

Professorin Dr. Katharina Kilian-Yasin von der Hochschule Pforzheim war im Juli beim fünften World Congress for Middle Eastern Studies (WOCMES) in Spanien zu Gast. Der Kongress brachte rund 4000 wissenschaftliche Regionalexperten für den Nahen und Mittleren Osten aus der ganzen Welt in Sevilla zusammen. Katharina Kilian-Yasin, die International Business für Ingenieure an der Hochschule lehrt, leitete dort ein interdisziplinäres Symposium zum Thema: „New lives in new worlds – Refugees from the MENA region in their new environments“. Unterstützt wurde sie von ihrem Mitarbeiter Stefan Simon. Kilian-Yasin hielt außerdem einen Vortrag zu den Verwirklichungschancen von Geflüchteten in Pforzheim und Tübingen.

Das Symposium fand im Juli in den ehrwürdigen Räumen der Universität Sevilla statt. Dort präsentierten Wissenschaftler aus Deutschland, der Türkei, Jordanien, Libanon, Schweden, Italien und den USA ihre Forschungsergebnisse und diskutierten diese mit den Teilnehmenden der Konferenz. Das erste Podium befasste sich mit dem Leben von Geflüchteten im Nahen und Mittleren Osten, während das zweite das Leben von Flüchtlingen in Europa in den Blick nahm. Das abschließende dritte Podium fokussierte die Themenkomplexe Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt, jugendliche Geflüchtete und Fluchtrouten.

Katharina Kilian-Yasin hielt in Sevilla außerdem gemeinsam mit Hanna Schirovsky vom Weltethos-Institut Tübingen den Vortrag „Importance of social contacts for refugees` capabilites. Qualitative interviews with refugees from the MENA region in the German cities of Pforzheim and Tuebingen“. Sie vertraten auch ihre Mitautoren Professorin Dr. Gabriele Naderer und Professor Dr. Jürgen Volkert von der Hochschule Pforzheim, mit denen sie seit dem Wintersemester 2016/17 ein gemeinsames Forschungsprojekt zu den Verwirklichungschancen von Geflüchteten nach dem „Capability Approach nach Amartya Sen“ durchführen. Sen ist ein indischer Ökonomienobelpreisträger, dessen „Ansatz der Verwirklichungschancen eine neue konzeptionelle Grundlage der deutschen Armuts- und Reichtumsberichterstattung darstellt. Diese Studie klärt, inwieweit das Sozio-Oekonomische Panel (SOEP) empirische Analysen zu Armut und Reichtum an Verwirklichungschancen zulässt.“

Das Forschungsprojekt wird unter anderem in Kooperation mit Dr. Adrian Boos vom „House of Transdisciplinary Studies“ (HOTSPOT) an der Hochschule Pforzheim, der Diakonie und der Stadt Pforzheim sowie in Tübingen mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. und dem Landratsamt, mit refugio Stuttgart e.V., dem Freundeskreis Holderfeld, maison mondiale, der Sprachschule „Vivat Lingua“, InFö und dem Vatter Bildungszentrum durchgeführt.

(Pressemitteilung Hochschule Pforzheim)

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