Polizeiberichte vom Wochenende (KW 43/18)

19-Jähriger nach versuchter räuberischer Erpressung in Haft genommen

Ein 19-jähriger Deutscher konnte in der Nacht zum Sonntag  festgenommen werden, nachdem dieser gewaltsam versucht haben soll, in Pforzheim von einem 18 Jahre alten Heranwachsenden noch ausstehende Drogenschulden einzutreiben.

Nach den ersten polizeilichen Feststellungen soll das spätere Opfer zunächst am Samstag gegen ca. 17 Uhr im Bereich einer Diskothek in der Östlichen Karl-Friedrich-Straße gewaltsam durch mehrere Personen in ein Fahrzeug gezogen worden sein. Anschließend soll der Geschädigte in Begleitung mindestens eines weiteren Fahrzeuges in den Bereich des Haidachs verbracht worden sein. Während der Fahrt wurde nach dem bisherigen Ermittlungsstand dem 18-Jährigen ein Messer an den Hals gehalten und ihm hierbei unmissverständlich klargemacht, dass er seine Drogenschulden zu bezahlen habe.

Im Bereich des Haidachs wurde der Geschädigte sodann aus dem Fahrzeug gezogen und soll zumindest seitens des dringend Tatverdächtigen mit einem Baseballschläger geschlagen und zudem getreten worden sei. Weiter soll der Geschädigte mit einer Schusswaffe bedroht und dann im Wald zurückgelassen worden sein. Der junge Mann begab sich nach Hause, von wo aus die Polizei verständigt wurde. Seine Verletzungen wurden ambulant behandelt.

Der 19 Jahre alte Tatverdächtige konnte in der Nacht zum Sonntag festgenommen werden. Im Rahmen einer Wohnungs- und Fahrzeugdurchsuchung konnten ein Baseballschläger, ein Schlagring, ein Messer sowie auch eine Pfefferpistole sichergestellt werden. Der dringend Tatverdächtige wurde im Laufe des Sonntags dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Pforzheimer Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Pforzheim dauern an.

Zum genauen Tathergang und der Identifizierung der Mittäter werden Zeugen und Hinweisgeber gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Karlsruhe unter 0721/666-5555 in Verbindung zu setzen.

Zwei Gartenhütten nach dem Rauchen einer Shisha abgebrannt

Gleich zwei Gartenhütten sind in der Nacht zum Sonntag in den Pforzheimer Krautgärten vollständig abgebrannt. Nach bisherigen Ermittlungen des Polizeireviers Pforzheim-Süd dürfte wohl ein unachtsam weggeworfenes Kohlestück einer Shisha brandursächlich gewesen sein.

Vier Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren hielten sich am Samstagabend berechtigt in einer der Gartenhütten auf, um eine Shisha zu rauchen. Kurz vor Mitternacht entsorgte ein 15-jähriger Jugendlicher das zuvor benutzte Kohlestück des Rauchgerätes in einem Gebüsch neben der Gartenhütte, bevor die Gruppe das Gelände für etwa eine Stunde verließ. Als die Jungs zurückkehrten, mussten sie feststellen, dass die Rückwand der Gartenhütte bereits lichterloh in Flammen stand.

Nach vergeblichen Versuchen die Hütte selbst zu löschen, wurde um 01.00 Uhr die Feuerwehr verständigt. Als diese in der Bäznerstraße ankam, stand sowohl die betreffende Hütte schon nahezu im Vollbrand und hatte bereits die Gartenhütte des Nachbargrundstücks erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Trotz intensiven Einsatzes der 25 Feuerwehrleute war nicht zu verhindern, dass auch diese Hütte letztlich unbrauchbar niederbrannte. Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde vorsorglich wegen Verdacht auf Rauchgasintoxikation in eine Klinik verbracht. Es entstand ein Sachschaden von geschätzten 25.000 Euro.

(Pressemitteilungen Staatsanwaltschaft Pforzheim/Polizeipräsidium Karlsruhe)

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