Kreisimpfzentren der Region setzen zweiten Covid-19-Impfstoff ein

Impfstoff "Vaxzevria" des Herstellers AstraZeneca (Foto: Gesundheitsamt Pforzheim-Enzkreis/Impfstoff "Covid-19 Vaccine" des Herstellers AstraZeneca (Foto: Gesundheitsamt Pforzheim-Enzkreis/Carsten Sorg)

Impfstoff des Herstellers AstraZeneca steht derzeit für Personen zwischen 18 und 65 Jahren der Prioritätsgruppe 1 zur Verfügung. Zusätzliche Termine freigegeben.

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Mit dem vom britisch-schwedischen Pharmaunternehmen AstraZeneca hergestellten Impfstoff „Covid-19-Vaccine“ setzen die Kreisimpfzentren in Pforzheim und Mönsheim neben dem bisherigen Impfstoff „Comirnaty“ des deutschen Herstellers Biontech nun einen zweiten Impfstoff ein.

Im Falle des Kreisimpfzentrums in Pforzheim wurden gleich nach Lieferung der Dosen neue Termine im landesweiten Buchungssystem freigeschaltet, die nach Angaben der Stadt noch zahlreich verfügbar sind. Montags bis freitags stehen täglich jeweils 50 zusätzliche Impftermine zur Verfügung.

Zwar gilt der Impfstoff von AstraZeneca als sicher und wirksam, darf aber nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) derzeit nur bei Menschen zwischen 18 und 65 Jahren verimpft werden. Daher kann der Wirkstoff nur an entsprechende Personen, die derzeit in der Prioritätsstufe 1 sind und nicht 80 Jahre und älter sind, verabreicht werden.

Gesundheitsamtsleiterin korrigiert „schiefes Bild“ über den Impfstoff

Brigitte Joggerst, Leiterin des Gesundheitsamtes Pforzheim Enzkreis, korrigiert in einer Mitteilung des Gesundheitsamtes Pforzheim Enzkreis das teilweise entstandene schiefe Bild, nachdem der Impfstoff durch Berichte im Vergleich zu anderen Vakzinen in die Kritik geraten war: „Seit der Zulassung am 29. Januar ist klar, dass auch dieser Impfstoff wirkt. Er verhinderte 60 Prozent aller Covid-Erkrankungen im tendenziell jüngeren Kollektiv der Studienteilnehmer. 87 Prozent der Teilnehmer an den Zulassungsstudien waren jünger als 65 Jahre. Damit ist der Effekt bis zum Pensionsalter gut gesichert.

Auch bei den über 65-jährigen wurde die Zahl der Covid-Fälle in der Impfgruppe um zwei Drittel reduziert.“ Über alle Altersgruppen hinweg habe der Impfstoff von AstraZeneca zweifellos pandemiebedingte Krankenhausaufenthalte und Todesfälle verhindert. Nach 31.285 in Deutschland applizierten AstraZeneca-Impfdosen sind nur 20 Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen beim Paul-Ehrlich-Institut eingegangen. Bei dem Impfstoff treten, so Joggerst, Nebenwirkungen eher nach der ersten Impfung auf. Wie auch in Großbritannien mit etwa 3 Millionen Impfdosen beobachtet wurde, handle es sich dabei um Lokalreaktionen wie Schmerzen von kurzer Dauer an der Einstichstelle oder um einen grippeähnlichen Zustand, der ein bis zwei Tage andauern könne.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim, bka)

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