AOK will keinen Neubau am Standort des ZOB Süd

Bahnhofsplatz mit Blick auf den ZOB Süd

Krankenkasse begründet ihre Absage mit "deutlichen Veränderungen im Kundenverhalten".

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Es ist kaum weniger als ein Donnerschlag: Die AOK Baden-Württemberg will den ursprünglich geplanten Neubau am Zentralen Busbahnhof Süd nicht realisieren. Gemäß einer gemeinsamen Pressemitteilung von AOK und Stadtverwaltung erwartet die AOK Baden-Württemberg „infolge der Pandemie deutliche Veränderungen im Kundenverhalten sowie in der Arbeitswelt, was eine Neubewertung des bisher angenommenen Bedarf nötig macht“. Zudem sieht sich die bundesweit fünftgrößte gesetzliche Krankenkasse als Folge der Pandemie und damit korrespondierender politischer Entscheidungen „enormen Mehrkosten“ gegenüber, die aus ihren Rücklagen und Beitragsgeldern der Versicherten und Arbeitgeber zu bestreiten sind.

Oberbürgermeister Peter Boch und Baubürgermeisterin Sybille Schüssler bedauern die Entscheidung der AOK, zeigen aber auch Verständnis, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie vom Unternehmen mitberücksichtigt werden müssen. „Es ist sehr schade, dass dieses ausgesprochen vielversprechende städtebauliche Projekt nun nicht realisiert wird.“ Beide betonen auch: „Für uns ist klar, dass wir weiterhin eine städtebaulich hochwertige Lösung für das Areal an dieser sehr exponierten Stelle brauchen, die sich gut in das weitere architektonische Umfeld einfügen muss.“ Darüber mache die Stadt sich bereits intensiv Gedanken. „Wir fangen dabei nicht bei null an, sondern können auf den Ergebnissen eines Wettbewerbs aufbauen, der im Jahr 2018 gemeinsam mit der AOK durchgeführt wurde und neben einem Vorentwurf für das AOK-Verwaltungsgebäude auch ein städtebauliches Entwicklungskonzept für den weiteren Bereich enthalten hat.“

AOK will weiterhin Pforzheim als wichtigen Standort

Weiterhin verfolge die AOK Baden-Württemberg als „oberstes Ziel“, den Standort Pforzheim als Zentrum der AOK-Bezirksdirektion Nordschwarzwald auf lange Sicht zu erhalten. Hartmut Keller, Geschäftsführer der AOK Nordschwarzwald dankt in diesem Zusammenhang der Stadt Pforzheim, insbesondere der Baubürgermeisterin Frau Schüssler sowie Herrn Wolf, für die sehr gute Zusammenarbeit. Keller: „Unsere Partnerschaft war immer von hohem, gegenseitigem Vertrauen geprägt.“ Jetzt gelte es am alten Standort die neue Welt schnell umzusetzen und den bestmöglichen Service für unsere Versicherten zu bieten, so Keller weiter.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim, bka)

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