Corona-Proteinimpfstoff von Novavax ab Anfang März in Pforzheim und Enzkreis erhältlich

Novavax-Corona-Impfstoff 'Novaxovid'

Proteinimpfstoff derzeit nur mit Terminanmeldung erhältlich. Impftermine können ab sofort gebucht werden.

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Von den ersten Dosen des Corona-Impfstoffes „Nuvaxovid“ vom Unternehmen Novavax, der auf Basis eines Proteinimpfstoffes (auch „Totimpfstoff“ genannt) hergestellt wird, erhält das Land Baden-Württemberg in einer ersten Lieferung in den nächsten Tagen 500.000 Impfdosen. Ab nächster Woche stehe dieser dann auch den Menschen in Pforzheim und im Enzkreis zur Verfügung, so die Stadtverwaltung und das Landratsamt in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Spätestens am Aschermittwoch geht es los“, verspricht Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt.

Der neue Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax wurde im vergangenen Dezember in der EU zugelassen. „Es handelt sich dabei um einen herkömmlichen Totimpfstoff, wie er beispielsweise für die Grippeimpfung oder die Impfung gegen Hepatitis verwendet wird“, beschreibt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst die Technik: „Zunächst werden die Erreger im Labor gezüchtet und anschließend inaktiviert oder zerkleinert, sodass sie keine Erkrankung auslösen können.“

Protein- beziehungsweise Totimpfstoffe wie Nuvaxovid würden seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt, zum Beispiel bei der Impfung gegen Hepatitis, Tetanus, die Grippe oder die dank weltweiten Impfkampagnen praktisch ausgerottete Kinderlähmung.

Novavax-Impfungen nur mit Termin

Verimpft wird Nuvaxovid zunächst nur in den Impfstationen im Alten Zollamt in der Durlacher Straße und in der Impfstation in der Enztal-Sporthalle in Mühlacker. Darüber hinaus soll Personal aus der Pflege und dem Gesundheitssystem das Vakzin bevorzugt erhalten.

Im Gegensatz zu den bereits etablierten Impfstoffen ist der Novavax-Impfstoff derzeit nur mit einer vorherigen Terminanmeldung erhältlich. Zur Terminvereinbarung dient das Terminsystem des Enzkreises unter www.impfen-pfenz.de; hier können ab sofort Termine vereinbart werden.

„Wir hoffen, dass sich nun Menschen einen Ruck geben und sich impfen lassen, die bisher skeptisch oder zurückhaltend waren“, sagt Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch. Insbesondere das Personal in Kliniken, Arztpraxen und in der mobilen und stationären Altenpflege rufen Neidhardt und Boch zur Impfung auf: „Diese Menschen sollen bei der Impfung mit Novavax bevorzugt werden, damit sie der einrichtungsbezogenen Impfpflicht rechtzeitig nachkommen können.“

Novavax-Impfstoff noch nicht für alle zugelassen – zwei Impfungen notwendig

Zu beachten ist bei der Entscheidung für den Novavax-Impfstoff, dass dieser derzeit noch nicht für alle Personengruppen zugelassen sind. Für Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere und Frauen während der Stillzeit wird der Stoff noch nicht empfohlen. Auch für die Booster-Impfung fehlt für diesen Impfstoff derzeit die Zulassung.

Wie bei den anderen Seren sind auch bei Novavax zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen nötig, um eine Grund-Immunisierung zu erreichen. „Ob eine Auffrischung nach sechs Monaten notwendig wird, lässt sich aufgrund mangelnder Erfahrungswerte noch nicht sagen“, so Dr. Brigitte Joggerst. Die Ärztin hält es für wichtig, dass sich trotz sinkender Zahlen und der zumeist eher harmlos verlaufenden Omikron-Infektion eine möglichst große Zahl an Menschen bis zum Herbst impfen lässt: „Eine hohe Impfquote ist der beste Schutz vor möglicherweise im Herbst neu auftauchenden neuen Virus-Varianten oder der Rückkehr des Delta-Typs.“

Besim Karadeniz
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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über 25-jährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.