Stadt beantragt Förderung für Sanierung des Fritz-Erler-Bades

Fördergelder aus einem Topf des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesensollen einen Teil der geplanten Sanierungskosten abdecken.

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Die Stadt Pforzheim bewirbt sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von 476 Millionen Euro. Gefördert werden „überjährige investive Projekte der Kommunen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel“, so das Ministerium.

Mit ihrem Antrag will die Stadt die energetische Sanierung des Fritz-Erler-Bads finanzieren. Ziel der Förderung ist es, einen „klimafreundlichen Gebäudebetrieb“ umzusetzen und „geringe Ressourcenverbräuche bei Bau und Betrieb“ zu erreichen. „Das Programm bietet uns eine sehr gute Möglichkeit, unsere Bäderlandschaft in Sachen Sanierung voranzubringen. Es passt perfekt auf unsere Bedürfnisse. Ich hoffe, dass der Gemeinderat seinen Segen für die Bewerbung gibt und wir später einen positiven Bescheid bekommen“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Dem stimmt der Erste Bürgermeister Dirk Büscher zu: „Der Sanierungsstau bei unseren Bädern ist bekannt. Deshalb ergreifen wir nun erneut die Initiative. Bereits 2018 haben wir uns mit dem Fritz-Erler-Bad und dem Huchenfelder Bad auf die Bundesförderung beworben – das Huchenfelder Bad wurde im Fördertopf berücksichtigt und dieses Jahr haben wir hoffentlich mit dem Fritz-Erler-Bad Erfolg.“

Die maximale Förderung beträgt 75 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens aber sechs Millionen Euro. Den kommunalen Eigenanteil übernimmt der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe. Hierfür sollen Mittel für den Neubau des Emma-Jaeger-Bads und das Stadtteilbad in Huchenfeld umgeschichtet werden. Der bislang geschätzte Kostenrahmen für die Sanierung des Fritz-Erler-Bads liegt bei rund 9,4 Millionen Euro.

Die Verwaltung hat sich entschieden, eine Bewerbung für das Fritz-Erler-Bad einzureichen, da dieses Bad eine wichtige Funktion für das Schul- und Vereinsschwimmen erfülle. Zudem ist es das Bad, das aktuell im schlechtesten Zustand ist. „Gerade im Bereich der Technik, bei Heizung, Lüftungsanlage sowie der Regelungstechnik steckt viel Potential, welches mit einer Sanierung gehoben werden kann“, erklärt der Projektleiter Bäderentwicklung Lutz Schwaigert. Die Technik im Bad stamme noch aus dem Baujahr 1977. Um Energie einzusparen, sollen mit den Fördergeldern unter anderem die Fenster des Bads saniert, die Beleuchtung durch LED-Technik ersetzt und die Badewassertechnik auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Eine entsprechende Gemeinderatsvorlage über die Teilnahme am Bewerbungsverfahren wird erstmals am 19. September 2022 im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorberaten. Beschlussfassung im Gemeinderat ist am 11. Oktober. Die Entscheidung über die bundesweit geförderten Projekte wird im November fallen.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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