Stadt passt Nutzungszeiten verbleibender Hallenbäder an

Verbleibende Bäder werden mit längeren Öffnungszeiten intensiver genutzt.

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Die Stadt Pforzheim möchte angesichts der aufgekommenen Irritationen Klarheit über die Nutzungszeiten ihrer künftig verbleibenden Hallenbäder schaffen. Durch den Wegfall des Bades in Huchenfeld und des Emma-Jaeger-Bades mit zusammen 1043 m² verbleiben von bislang 1738 m² Wasserfläche weniger als die Hälfte, nämlich lediglich 695m². Diese verbliebene Fläche gilt es optimal auszunutzen und gemäß vorab gesetzter Prioritäten möglichst umsichtig auf die verschiedenen Nutzungsarten aufzuteilen. Oberste Priorität hat für die Stadt Pforzheim auch weiterhin das Schulschwimmen, gefolgt vom Vereinsschwimmen und dem öffentlichen Badebetrieb.

„Wir bedauern diesen Schritt nach wie vor“, betont Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher, „doch war dieser Weg bereits längere Zeit absehbar und wird unsere Situation in dieser Form vorübergehend leider auch weiter prägen.“ Mögliche kurzfristige Alternativen wie etwa eine Traglufthalle seien bekanntlich geprüft, jedoch als nicht umsetzbar bewertet worden. Die durch den Wegfall deutlich verknappte Ressource Wasserfläche wird nichtsdestotrotz für alle drei Nutzungsarten zur Verfügung stehen. In allen verbleibenden Bädern verlängert die Stadt Pforzheim deswegen künftig die Öffnungszeiten. Das Fritz-Erler-Bad in Brötzingen wird fortan an allen Werktagen, also künftig auch freitags, bis 22 Uhr für Vereine geöffnet sein. Mit den samstags und sonntags stattfindenden Trainings- und Wettkampfzeiten steht das Fritz-Erler-Bad somit an sieben Tagen in der Woche durchgehend für das Schul- und Vereinsschwimmen zur Verfügung. Auch das Buckenberg-Bad steht dem Schul- und Vereinssport künftig an Wochentagen länger zur Verfügung: bis 21/22 Uhr statt wie bisher bis 20/21 Uhr. Zudem verlängert die Stadt die Öffnungszeit an Samstagen von bisher 12 Uhr auf 17.30 Uhr. Im Stadtteilbad Eutingen wird darüber hinaus öffentlicher Badebetrieb montags von 16 bis 20 Uhr, mittwochs und donnerstags jeweils von 16 bis 22 Uhr geschaffen. Hinzu kommen öffentliche Zeiten samstags und sonntags jeweils von 9 bis 19 Uhr.

„Dadurch holen wir unter den vorliegenden Einschränkungen ein Maximum an zeitlicher Belegung heraus“, resümiert Dirk Büscher. Bei dem notwendigen Austarierungsprozess zwischen Schulen, Vereinen und dem öffentlichen Betrieb könnten unterschiedliche Interessen freilich kollidieren, und Verschiebungen zugunsten des einen gingen gleichzeitig immer zulasten des anderen. Doch sei die Stadt Pforzheim entlang der gesetzten Prioritäten bestrebt, in Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren einen tragfähigen Konsens zu erarbeiten. Bei den seit März mit den Schulen und seit August mit den Vereinen angestoßenen Abstimmungen wurden von den jeweiligen Vertretern einzelne Wünsche vorgebracht, die teilweise im Detail bereits berücksichtigt werden konnten. „Alle Einzelwünsche vollumfänglich umzusetzen, ist uns angesichts der reduzierten Wasserfläche leider schlicht nicht möglich“, betont Büscher. Gleichzeitig aber danke er den Vereinen grundsätzlich für das entgegengebrachte Verständnis und die Kompromissbereitschaft, etwa wenn es darum gehe, Belegungszeiten gemeinsam zu nutzen. Die Vereine hatten sowohl in persönlichen Gesprächen als auch in schriftlichen Rückmeldungen weitestgehende Zustimmung zu den vorgelegten und nachjustierten Nutzungszeiten signalisiert. Zum Zweck darüber hinausgehender Abstimmungen ist ein Gesprächstermin zwischen Vertretern der Schwimmvereine und dem Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) bereits vereinbart worden. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dort gemeinsam zu weiteren Lösungen gelangen werden“, blickt Büscher voraus.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim)

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