Der Meister signiert sein Werk

Yadegar Asisi signiert sein 360-Grad-Werk "Great Barrier Reef" in Pforzheim

Bereits 76.500 Besucher in den ersten drei Monaten des 360-Grad-Motivs "Great Barrier Reef". Künstler Yadegar Asisi nutzt Besuch für Feintuning und Signieren des Werks.

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Mit Superlativen kennt sich Wolfgang Scheidtweiler nachweislich aus, aber der Erfolg der neuen 360-Grad-Ausstellung „Great Barrier Reef“ im Gasometer Pforzheim überrascht auch ihn. Bis zum heutigen Tage – exakt der 99. Tag des zweiten 360-Grad-Motivs – haben rund 76.500 Besucher das Werk vor Ort bestaunt. Das, so Scheidtweiler, sei mehr als doppelt so viel in jedem gleichen Zeitraum der letzten drei Jahre. Schon am ersten Tag konnte man 700 Besucher zählen, was ein gewaltiger Sprung zum Start der vorherigen Ausstellung „Rom 312“ darstellt: Damals kamen am ersten Tage gerade einmal 80 Besucher und nach den ersten drei Monaten hatte man „erst“ 20.000 Besucher zählen können.

Als Künstler der Motive hatte auch Yadegar Asisi von Anfang an seinen Spaß in Pforzheim. Was ihn an der Stadt begeistere, sei das hohe Engagement und die Mund-zu-Mund-Propaganda. Am Anfang schmunzelte er noch über den Namen der Stadt, inzwischen sei er aber weit davon entfernt zu meckern.

Signatur und Feintuning

Seinen heutigen sonntäglichen Besuch in Pforzheim verband Asisi mit Feintuning am Werk. 15 neue Lampen wollen aufgebaut werden, um noch detailierter das Motiv anzustrahlen. In den vergangenen Jahren wurde bereits auf die brillantere LED-Technik umgestellt, allerdings handle es sich beim „Great Barrier Reef“ um ein dunkleres und damit herausfordernderes Motiv. „Standards muss man immer selber setzen“, so Asisi, der daher ständig auch an bestehenden Ausstellungen arbeite.

Bereits 76.500 Besucher in den ersten drei Monaten. Künstler Yadegar Asisi nutzt Besuch zum Signieren des Werkes vor Ort.
Yadegar Asisi beim „Licht-Feintuning“ im Gasometer

Alle Motive seien gemalt und er räumt da vehement das Gerücht aus, die Motive seien computergeneriert. Solche Motive seien zu komplex für Computer und das Bild unterliege keiner Logik. Seine Arbeit in seinem Leipziger „Labor“ sei hingegen eher „ziemlich langweilig“, denn auf seine Motive käme letztlich eine Schicht und dann die nächste. Dennoch entstehe so „etwas körperliches, etwas sinnliches“, was in unserer schnelllebigen Zeit bei Besuchern bleibe.

Zur Krönung seines Werkes nahm Yadegar Asisi heute den Stift in die Hand und signierte offiziell das Motiv, gut sichtbar gleich rechts vom Eingang.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.