Friedlicher Protest gegen AfD-Kundgebung

Rund 250 Demonstranten protestieren lautstark gegen AfD-Kundgebung im CongressCentrum.

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„Laut aber friedlich“, so lässt sich der Protest verschiedener Gruppierungen, Gewerkschaften und Parteien gegen die AfD-Kundgebung am Freitag im CongressCentrum zusammenfassen. Die Jugendorganisation „Die Falken“ hatte zusammen mit der Initiative gegen Rechts zur Demonstration aufgerufen, die mit bis zu 250 Teilnehmern auf dem Waisenhausplatz präsent war.

Zwar streckte sich hier und da der ein oder andere Mittelfinger in die Lüfte, zu echten Zusammenstößen kam es jedoch nicht. Das lag nicht zuletzt auch an den rund 150 besonnen agierenden Polizeikräften des Polizeipräsidiums Karlsruhe und der Bereitschaftspolizei, die Mittelfingerstrecker und provokante Selfie-Fotografen freundlich aber bestimmt darauf hinwiesen, die mutmaßlichen Provokationen zu unterlassen. Und so konstatierte gegen 18:30 Uhr auch Polizeipressesprecherin Anna-Katrin Morlock einen ruhigen Verlauf der Demonstration, die gegen 19:30 Uhr mit einer spontanen Demonstration in Richtung Hauptbahnhof endete.

„Omas gegen Rechts“ mit kuriosem Protest

Auch die „Omas gegen Rechts“, einer „Plattform für zivilgesellschaftlichen Protest“, die vornehmlich von „Omas“ (und auch „Opas“) organisiert wird, war bei der Gegendemonstration vor dem CongressCentrum präsent. Zwei Teilnehmerinnen nahmen sich den Mut und protestierten mit ihrer Präsenz friedlich im Saal.

Omas gegen Rechts auf der AfD-Kundgebung im Pforzheimer CongressCentrum

Ihr improvisiertes Plakat, das an einem hölzernen Teppichklopfer geklebt war, löste bei der Personenkontrolle durch Ordner der Partei zunächst Ratlosigkeit aus, wurde dann aber nach Hinzuziehen der Polizei offiziell nicht als „Waffe“ eingestuft.

AfD-Kundgebung mit 600 Besuchern

In das CongressCentrum gekommen waren rund 600 Besucher, die die AfD-Politiker Alice Weidel, Jörg Meuthen und den österreichischen FPÖ-Politiker Johann Gudenus sehen und hören wollten. Neben Sticheleien gegenüber den anderen Parteien wurde betont, dass die AfD „ja nichts Böses wolle“.


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