A-8-Ausbau verzögert sich deutlich

Durch Änderungen im Ausschreibungsverfahren kommen weitere Verzögerungen zum bisherigen Rückstand von bisher 1,5 Jahren hinzu.

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Der Ausbau des letzten vierspurigen Teilstücks der A 8 zwischen der Autobahnausfahrt Pforzheim-Nord und -Süd in Höhe der Enztalquerung verzögert sich deutlich. In einer Pressemitteilung, die das Regierungspräsidium Karlsruhe heute veröffentlicht hat, wird der Zeitplan erläutert, der damit beginnt, dass bis Oktober letzten Jahres die Ausschreibungsunterlagen dem Regierungspräsidium vorgelegt wurden und deren Prüfung in den nächsten Wochen abgeschlossen werden sollen. Danach erfolge eine Überarbeitung der Unterlagen durch die beteiligten Ingenieurbüros.

Knackpunkt der Verzögerung ist eine Entscheidung Mitte Februar zusammen mit der für den Autobahnabschnitt zuständigen Autobahngesellschaft, die bisher geplante Gesamtausschreibung für das Bauvorhaben in ein Hauptlos für Strecke und Bauwerke, sowie einzelnen so genannten „Fachlosen“ aufzuteilen. Zu diesen zählen Verkehrssicherung, Schutzeinrichtunge, Lärmschutzwände oder Straßenmarkierungen. Die sei aufgrund aktueller Rechtssprechungen zum Vergabeverfahren notwendig geworden.

Die Ausschreibung des Hauptloses soll ab Februar beginnen, für die Vergabe aller Leistungen wird im Ende des Jahres 2020 gerechnet. Damit würde sich der Baubeginn bis mindestens Anfang 2021 verschieben; ursprünglich war nach vorhergehenden Verzögerungen mit einem Baubeginn Ende 2020 gerechnet worden.

„Das ist eine unzumutbare Situation für die Anwohner und die Nutzer der A 8“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum. Zu den bisherigen Verzögerungen von 1,5 Jahren kämen nun weitere Monate der alltäglichen Staus hinzu. „Wieder einmal rächt sich die Reduzierung der Planungsstellen unter der vormaligen grün-roten Landesregierung und dem Verkehrsminister Winfried Herman. Die Bürger dürfen dieses Versäumnis nun ausbaden.“

Von einem „Armutszeugnis der Planung“ spricht der Enzkreis-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert. „Die Problematik dieser Baumaßnahme mit den ungünstigen Höhenfixpunkten im Enztal entspringt einzig und allein der damaligen Entscheidung, den Ausbau der A 8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart nicht als eine einzige Maßnahme, sondern in Teilmaßnahmen auszuschreiben“, so Schweickert. Bei mehreren Akteuren gehe Schweickert nicht von einem Zeitgewinn aus, sondern von einer weiteren Verkomplizierung.

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