Kitaplätze für das Kindergartenjahr 2020/21 vergeben

Stellen die Zahlen für die Kitaplatz-Vergabe 2020/21 vor (von links: Joachim Hülsmann und Claudia Rautenberg vom Jugend- und Sozialamt, OB Peter Boch und Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn (Foto: Stadt Pforzheim)

1.712 Zusagen stehen 1.158 Absagen entgegen. 200 Kinder mehr werden gegenüber 2019 betreut.

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Trotz der gegenwärtigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinderbetreuung laufe die Platzvergabe für das Kindergartenjahr 2020/21 bei der Stadt Pforzheim auf Hochtouren, so die Stadt in einer Mitteilung.

Insgesamt 1.712 Zusagen wurden in den letzten Tagen von den Kindertageseinrichtungen versendet. Diesen Zusagen stehen allerdings auch 1.158 Absagen (letztes Jahr 952 Absagen) für die jeweils beim Antrag angegebenen Kindertagesstätten entgegen. Diese Absagen werden in den nächsten Tagen ebenfalls an die Eltern versendet.

„Aktuell betreuen wir über 200 Kinder mehr als letztes Jahr zu dieser Zeit“, so Oberbürgermeister Peter Boch. „Ein Grund dafür liegt sicher in dem enormen Ausbau an Betreuungsplätzen, den wir gerade betreiben.“ Die zwei wesentlichen Gründe für die höhere Anzahl an Absagen liegen in der Verlegung des Einschulungsstichtages, weshalb 142 Kinder in der Kita verbleiben, und dem deutlich spürbaren Zuwachs von über 200 Kindern im Kita-Alter. Außerdem konnte leider die interreligiöse Kita Irenicus aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie noch nicht einmal die Hälfte ihrer 100 Plätze vergeben. Diese Plätze werden aber sukzessive mit Beginn des neuen Kita-Jahres zur Verfügung stehen und entsprechend nachbesetzt.

Dringlichste Fälle können alle berücksichtigt werden

Dieses Jahr konnten alle Kinder mit Höchstpunktzahl bei der Platzvergabe versorgt werden. „Damit haben wir unser Vorhaben umgesetzt, die vorhandenen Plätze zuerst an die Kinder zu geben, die aus pädagogischer Sicht den dringlichsten Bedarf haben“, bewertet Bürgermeister Frank Fillbrunn das Ergebnis der Umstellung der Bepunktung in der Vormerkliste.

Im vergangenen Jahr wurden auch viele Kita-Plätze geschaffen. Insgesamt konnten 140 Plätze für Kinder zwischen 3 und 6,5 Jahren und 50 neue Plätzen für Kinder unter 3 Jahren in Neu- und Ausbauvorhaben in Betrieb genommen werden. „Es vergeht fast keine Gemeinderatssitzung, in der wir nicht mindestens ein Neubau-Vorhaben beschließen“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch.

Dennoch sei der Ausbau der Betreuungssituation dringend geboten, weil der Bedarf noch rasanter ansteige, als angenommen – zum Beispiel aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben, wie der Verschiebung des Einschulungsstichtages. „Wir werden das Tempo beim Ausbau weiter halten und wo immer möglich steigern“, so der OB. Das habe höchste Priorität im Rahmen der familienfreundlichen Stadt.

In diesem und nächsten Jahr nehmen neben der weiteren Platzvergabe in der Irenicus-Kita voraussichtlich große Einrichtungen wie die Kita in der Erbprinzenstraße mit 100 Plätzen und zwei Stadtbau-Projekten in der Ost- und Nordstadt mit zusammen 130 Plätzen den Betrieb auf. Mit weiteren kleineren Projekten können so nach derzeitigem Planungsstand 2020 und 2021 rund 440 neue Plätze entstehen. Die Ausbauplanung umfasse aktuell gut 30 Vorhaben in unterschiedlichen Planungs- und Realisierungsstadien mit insgesamt über 1800 Plätzen. „Die Zahlen zeigen, dass hier erhebliche Anstrengungen unternommen werden“, betonen Boch und Fillbrunn. Beide danken allen, „die hier mit Hochdruck mitarbeiten“. „Allerdings werden wir auch in den kommenden Jahren noch die Verschiebung des Einschulungsstichtages und das starke Bevölkerungswachstum bei Kindern unter sechs Jahren zu spüren bekommen“ so der Sozialbürgermeister.

Sonderberatungszeiten der Vormerkstelle

Um Eltern, die jetzt eine Absage für ihre Wunscheinrichtungen erhalten, eine Anlaufstelle zu bieten, richtet die Stadt Pforzheim vom 11. bis zum 29. Mai 2020 telefonische Sonderberatungszeiten der Vormerkstelle ein „Dieses Angebot hat sich im letzten Jahr bewährt und wir freuen uns auch diese Jahr den Eltern eine Anlaufstelle bieten zu können – auch wenn diese aufgrund der derzeitigen Situation auf den telefonischen Weg verlegt werden muss“, bemerken Peter Boch und Frank Fillbrunn. Die dort eingesetzten Mitarbeiter werden nicht in jedem Fall weiterhelfen oder eine Lösung anbieten können, sie haben aber die Möglichkeit aufzuzeigen, dass es auch Alternativen gibt, wie beispielsweise Tapir oder Tagesmütter.

Eltern erreichen die Vormerkstelle täglich von jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie montags bis mittwochs von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr / Telefon: (07231) 39-2011.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.