Anonyme Schenkung von Werken von Gisela Bär

Anonyme Schenkung von Werken von Gisela Bär (Foto: Stadt Pforzheim/Eleni Engeser)

Objekte werden an der Wand der "Neuzugänge" im Stadtmuseum ausgestellt. Schenkung zum 100. Geburtstag von Gisela Bär.

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Aus einer anonymen Spende erhielten die städtischen Sammlungen kürzlich einige Objekte der Pforzheimer Bildhauerin Gisela Bär (1920 -1991). Es handelt sich dabei um drei Skulpturen und zwei Relief-Plaketten. Anlässlich des 100. Geburtstages Gisela Bärs am 14. Oktober präsentierten Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Eleni Engeser, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Radegunde Lehr vom Stadtmuseum die Objekte an der kürzlich eingeweihten Wand der „Neuzugänge“. Kulturdezernentin Sibylle Schüssler bedankte sich herzlich bei der Schenkerin, die anonym bleiben will. „Diese Objekte stehen exemplarisch für das Schaffen von Gisela Bär in Pforzheim und mit ihrer ausdruckstarken Formensprache zeugen sie von Bärs Kunstfertigkeit“.

Vor genau 100 Jahren wurde Gisela Bär am 14. Oktober 1920 in Pforzheim geboren und studierte nach ihrem Abitur zunächst in Stuttgart Psychologie bevor sie sich der Bildhauerei zuwandte. Ab 1948 nahm Gisela Bär am Kurs von Willi Seidel an der Kunst- und Werkschule in Pforzheim teil. 1950 wechselte sie zu Carl Trummer an die Akademie in Karlsruhe und schloss 1952 ihr Studium ab.

Seitdem arbeitete und lebte Gisela Bär als freischaffende Künstlerin in Pforzheim mit eigenem Atelier. 1954 erhielt sie eine Auszeichnung der Ausstellung „Junge badische Kunst der Gegenwart“. Im Jahr 1955 wurde ihr der Württembergisch-Badische Kunstpreis verliehen. 2005 benannte die Stadt Pforzheim zu Ehren der Künstlerin die „Gisela-Bär-Straße“ im Rodgebiet.

Zu ihrem Werk gehören zahlreiche Reliefs und Skulpturen. Im Zentrum ihres Schaffens standen vor allem Arbeiten für zahlreiche Kirchen in Baden-Württemberg, so schuf sie zum Beispiel eine große sitzende Maria mit Kind für die Heilig-Geist-Kirche in Karlsruhe. In Pforzheim schuf sie zudem unter anderem die Türgriffe am Eingang zum Ratskeller, in St. Elisabeth eine bronzene Statue der Heiligen Elisabeth und auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof fünfzehn Grabmäler.

Ihre Skulpturen und Reliefs sind auf das Wesentliche, den Ausdruck und der damit einhergehenden Symbolik stark reduziert. Die symbolische Bildsprache der Künstlerin war für ihre sakralen als auch profanen Arbeiten stets charakterisierend gewesen. Gisela Bärs Leitmotiv war es „Sinnbilder zentraler menschlicher Erfahrung zu gestalten“.

Das Stadtmuseum ist aktuell mittwochs und donnerstags von 14 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Es gelten die gängigen Pandemieregelungen.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim)

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