Polizei sucht nach Tatmitteln in der Enz

Mitglieder der Wasserschutzpolizei Karlsruhe suchen in der Enz nach Tatmitteln

Sucheinsatz steht im Zusammenhang mit Überfall auf ein Friseurgeschäft vor einer Woche. Gefundene Gegenstände müssen noch geprüft werden.

(Lesezeit: 3 Minuten)

Der ein oder Passant mag beim Vorbeigehen kurz an einen Krimi gedacht haben, als ein Großaufgebot von Polizei, Wasserschutzpolizei und Presse am Mittwochvormittag beim Bootspick ihre Bestecke auspackten und (nur die Taucher) buchstäblich baden gingen. Tatsächlich ging es aber nicht um eine Wasserleiche, sondern um die Suche nach möglichen Tatmitteln im Zusammenhang mit dem Überfall auf ein Friseurgeschäft am vergangenen Mittwochabend. Der Verdacht besteht hierbei, dass die Täter nach dem Überfall Tatmittel hinter dem Stadttheater in die Enz geworfen haben könnten.

Kriminaltechniker haben deshalb durch vier Taucher der Wasserschutzpolizei Karlsruhe des so genannten „Polizeipräsidiums Einsatz“ den Grund der Enz hinter dem Stadttheater absuchen lassen. Bei der dreistündigen Absuche wurden verschiedene Gegenstände aufgefunden, deren Zuordnung und Prüfung auf mögliche Tatzusammenhänge noch erfolgen muss.

Vor Ort machten sich Polizeipräsident Wolfgang Tritsch und der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Peter Boch, ein Bild der Polizeiarbeit. Polizeipräsident Tritsch unterstrich den anwesenden Medien gegenüber, dass die Polizei nichts unversucht lasse, die zugrundeliegenden Straftaten vollständig aufzuklären und die Tatverdächtigen der Justiz zuzuführen. „Mit personalintensiven Maßnahmen wird nicht nur die umfangreiche Ermittlungsarbeit der Kolleginnen und Kollegen unterstützt, sondern ab heute auch mit zusätzlichen Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz noch mehr Präsenz im Innenstadtbereich gezeigt. Denn es ist mir ein besonderes Anliegen, dass sich auch alle Menschen in der Pforzheimer Innenstadt sicher fühlen können“. Oberbürgermeister Boch ergänzte hierzu: „Für mich war es selbstverständlich, gemeinsam mit Polizeipräsident Tritsch diesen Einsatz zu begleiten und damit auch die Unterstützung der Stadt Pforzheim zu signalisieren. Es steht völlig außer Frage, dass wir hinter unserer Polizei stehen und großes Vertrauen in sie haben.“

Eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Abarbeitung vorliegender Spuren und Hinweise zu den zurückliegenden polizeilich bekanntgewordenen Vorfällen. Hierzu gehören die Sachbeschädigung in einem Pforzheimer Dönerladen, sowie der daran anschließenden Auseinandersetzung in der Belfortstraße, bei dem eine von zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurde. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind die am Montag, 12. Oktober 2020 unabhängig voneinander festgestellten Auseinandersetzungen in räumlicher Nähe zum genannten Frisörsalon, bei dem die Tatbeteiligten Pfefferspray einsetzten.

Sollten Zeugen über mögliche Handy-Aufnahmen der genannten Auseinandersetzungen oder über weitere Informationen verfügen, welche sie der Polizei für ihre Ermittlungen zur Verfügung stellen möchten, werden diese gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Pforzheim unter 07231/186-4444 in Verbindung zu setzen.

(Pressemitteilung Polizeipräsidium Pforzheim/bka)

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