„Stiller Protest“ der Helios-Beschäftigten am Freitag

Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im Januar 2019

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des Helios Klinikums Pforzheim GmbH am Freitag im Spätdienst zu einem Warnstreik auf.

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Die Beschäftigten der Helios Klinikum Pforzheim GmbH sehen sich gezwungen, trotz Corona in den Warnstreik am Freitag, 18. Dezember 2020 zu treten, wie die Gewerkschaft in einer Mitteilung schreibt. Grund ist, dass das Helios Klinikum in der laufenden Tarifauseinandersetzung abermals kein Angebot vorgelegt habe. Die Tarifverhandlungen laufen seit Anfang des Jahres – die Gewerkschaft Verdi fordert hierbei auch eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten.

Aufgrund der angespannten Corona-Situation wird auf eine Kundgebung verzichtet, um so „den aktuellen Maßnahmen zum Schutz von Leben und vor Überlastung des Gesundheitswesens Rechnung zu tragen“. Trotz alledem wollen die Beschäftigten in einem stillen Protest auf ihre Situation aufmerksam machen. Hierzu werden gegen 16:30 Uhr die Botschaften und Bilder der Beschäftigten am Klinikum präsentiert. „Für den Warnstreik gewährleisten wir auf den Bereichen mit COVID-19-Patienten die Normalbesetzung, da wir in diesen Tagen kein Risiko eingehen wollen. Zudem ist in allen anderen Bereichen eine Notversorgung sichergestellt“, so Michael Janus, Verdi-Gewerkschaftssekretär in Karlsruhe.

Die Tarifverhandlungen für eine neue Eingruppierungssystematik begannen nach langer Hinhaltetaktik im März 2020 und werden mit der seit November ebenfalls anstehenden Lohnrunde zusammen verhandelt. Verdi fordert eine Aufwertung aller Berufe am Klinikum über eine neue Eingruppierungssystematik und Gehaltserhöhungen im Gesamtumfang von neun Prozent. Helios kündigte an, erst Mitte Januar 2021 ein Angebot vorlegen zu wollen.

„Die erneute Weigerung, die Arbeit der Beschäftigten angemessen anzuerkennen und wenigstens vor Weihnachten noch ein Angebot für die Eingruppierung vorzulegen, hat die Beschäftigten bitter enttäuscht. Damit zwingt der Arbeitgeber sie nun praktisch zum Warnstreik“, erklärt Yvonne Baumann, Verhandlungsführerin von Verdi: „Gerade jetzt, wenn alle Beschäftigten im Klinikum sich täglich einem enormen Gesundheitsrisiko aussetzen müssen, sie zusätzliche Dienste übernehmen und am Limit arbeiten, blockiert ihr Arbeitgeber die Forderung nach Aufwertung, Anerkennung und Wertschätzung.“

„Der Schutz der Bevölkerung war den Beschäftigten wichtig, daher haben wir die Verhandlungen zurückgestellt. Während jedoch in anderen Kliniken Corona-Sonderzahlungen geleistet werden, hält uns hier der Arbeitgeber einfach nur hin. Die Beschäftigten sind es langsam leid“, so Janus.

(Pressemitteilung Verdi Landesbezirk Baden-Württemberg/bka)

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