Sensoren zeigen freie Parkplätze für Behinderte

Stadt stellt Parkraumsystem "ParaParking" vor, von links: Oberbürgermeister Peter Boch, Mohamed Zakzak (Inklusionsbeauftragter), Frederike Kafka (Vermessungs- und Liegenschaftsamt), Sieghardt Bucher (Sparkasse Pforzheim-Calw), Kevin Lindauer (Digitalisierungsbeauftragter) Foto: Stadt Pforzheim/Annika Brem

Echtzeit-Belegungsstatus von Behindertenparkplätzen soll Behinderten die Suche nach freien Parkplätzen erleichtern. Stadt sucht Testnutzer.

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Im Rahmen einer ämterübergreifenden Zusammenarbeit startete die Stadt im vergangenen Jahr ein Pilotprojekt, das Mitmenschen mit Behinderung die Suche nach einem freien Parkplatz erleichtern und zur uneingeschränkten Teilhabe am Alltagsleben beitragen soll. Mit einer Spende der Sparkasse Pforzheim konnten hierfür inzwischen rund 20 Behindertenparkplätze im Innenstadtbereich mit Sensoren ausgestattet werden, weitere sollen folgen.

Diese Sensoren zeigen in Echtzeit den Belegungsstatus der einzelnen Parkplätze an und geben Auskunft über deren Auslastung. Nutzer können die Belegungsinformationen über die stadteigene Anwendung „ParaParking“ unter www.buergergis.pforzheim.de/paraparking abrufen und sich mittels integrierter Navigationsfunktion zum gewünschten Zielort lotsen lassen.

„Als wir die ersten vier Sensoren im letzten Sommer verbaut haben, war noch nicht völlig absehbar, was sich aus dem Ausbau entwickeln würde“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch. Durch „ParaParking“ sei eine ganz neue Perspektive der Integration geschaffen worden. „Für Menschen mit Behinderung wird die Parkplatzsuche so wesentlich erleichtert“, so der Oberbürgermeister weiter.

Studie soll sich der Parkraumüberwachung widmen

Im Rahmen einer Zukunftsstudie soll das Pilotprojekt darüber hinaus die Möglichkeiten einer optimierten Parkraumüberwachung von Behindertenparkplätzen untersuchen. „Behindertenparkplätze werden immer wieder von Personen blockiert, die hierfür keine Berechtigung haben. Betroffenen Menschen ist ein Ausweichen auf andere Parkplätze aufgrund der körperlichen Einschränkungen aber oftmals nicht möglich, so der städtische Inklusionsbeauftragte Mohamed Zakzak.

Kleine Sender, sogenannte „Beacons“, die von Menschen mit Behinderung als intelligente Parkausweise im PKW mitgeführt werden, könnten hier zukünftig Abhilfe schaffen. Parkt ein Auto auf einem Behindertenparkplatz, erkennt der dort verbaute Sensor mithilfe des im Auto befindlichen Beacons, dass dieses hierzu berechtigt ist. Liegt dieser moderne Behindertenausweis nicht vor, zeigt das System stattdessen an, dass auf dem Parkplatz ein nicht berechtigtes Fahrzeug abgestellt wurde. Der Validierungsprozess erfolgt hierbei datenschutzkonform und ohne eine Erhebung von Personendaten.

Zur weiteren Entwicklung der Anwendung „ParaParking“ sucht die Stadt nun erste Testnutzer. „Wir erhoffen uns von diesen wichtige Rückmeldungen zur Usability, zur behindertengerechten Visualisierung sowie zur Verlässlichkeit des Systems. Darüber hinaus sollen im Sinne eines Open Innovation-Ansatzes von den Testnutzern gegebenenfalls weitere Funktionen identifiziert werden, die in der Planung bisher nicht berücksichtigt wurden.“ Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Stadt über digital@pforzheim.de als Testnutzer melden.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim, bka)

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