Fassadenkunst als Urban Art von Künstler „KeF!“

Fassadenkunst in der Germaniastraße des Künstlers "KeF!"

Handgezeichnetes und ohne Schablonen gesprühtes Kunstwerk verziert Fassade in der Germaniastraße und ist Auftakt für weitere Projekte.

(Lesezeit: 3 Minuten)

Fassadenkunst verziert seit Montag die Fassade einer städtischen Immobilie in der Germaniastraße in der Weststadt. Als „Statement für Urban Art“ bezeichnet Bürgermeisten Sibylle Schüssler den Auftakt, den der Künstler Simon Röhlen alias „KeF!“ für die Stadt Pforzheim nun erarbeitet. „Eine Kunst wie die von KeF! verbindet Ästhetik, Prägekraft für den öffentlichen Raum und gesellschaftliche Relevanz, mit der es uns gelingen kann, ein positives Zeichen zu setzen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir auf diesem Weg Nachahmer für so manche Pforzheimer Fassade finden, das wären Aufwertungen in vielerlei Hinsicht.“

Möglich gemacht hat die Realisierung des Kunstwerks in der Germaniastraße eine ämterübergreifende Kooperation von Kulturamt, Gebäudemanagement und Grünflächen- und Tiefbauamt. Die Stadt Pforzheim sieht darin einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Stadtentwicklung, der zur Aufwertung der Weststadt beiträgt. Als Kunst im öffentlichen Raum spreche das Street-Art-Projekt an diesem Standort ein „vielfältiges Publikum“ an.

Der Kontakt zum Künstler kam über die Karlsruher Neue Kunst Gallery zustande, die aktuell eine Einzelausstellung von KeF! zeigt. Der bei Aachen geborene Künstler kommt bereits in früher Jugend mit Graffiti und Street Art in Kontakt und erprobt in diesem Umfeld seine kreativen Neigungen. Nach einer Lehre zum Industriemechaniker reift in ihm der Entschluss, sich ganz der Kunst zu widmen. Während eines längeren London-Aufenthalts entwickelt er sich zum gefragten Künstler, dessen Werke regelmäßig in europäischen Galerien ausgestellt werden.

Inzwischen ist Röhlen mit seinen Murals (am ehesten zu übersetzen mit „Wandmalerei“) und Gemälden für eine weltweite Auftraggeberschaft tätig. Früh entwickelt er eine Bildsprache, die ihn aus der Gegenständlichkeit weg hin zu einer organischen, dynamischen Linienkunst führt. Sie bezieht ihre ästhetische Qualität aus einer harmonischen Zusammenschau von blatt- und blütenähnlichen Schwarzweiß-Elementen und vereinzelten, sparsamen Farbsetzungen. In seinen Kompositionen, die er frei sprühend und ohne Zuhilfenahme von Schablonen als Work-in-Progress in einem hoch konzentrierten Schaffensprozess auf der Fläche wachsen lässt, schwingt eine naturverbundene und meditative Grundhaltung mit: „Harmonie und Ruhe ist das, was mich antreibt und es ist auch das, was ich weitergebe“, so der Künstler.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim, bka)

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