Pforzheimer Unternehmer helfen im Hochwassergebiet Ahrtal

"We are One"-Hilfsaktion Pforzheimer Unternehmer (Foto: Daniela Samsony)

Freiwilliges Hilfsteam bringt 2,5 Tonnen in betroffene Gebiete und hilft vor Ort.

(Lesezeit: 3 Minuten)

Mit tonnenweise Lebensmitteln und Material machte sich am vergangenen Wochenende ein Team von elf Personen unter dem eigenen Motto „We are One“ auf den Weg ins rheinland-pfälzische Ahrtal, das von den Regenfluten in den vergangenen Wochen besonders schwer getroffen wurde. Vorausgegangen war das Sammeln von Spenden bei Weinproben des Pforzheimer Unternehmens „Pasch und Söhne“. Daraufhin wurden Unternehmen und Privatpersonen der Region um Unterstützung gebeten, unter anderem Trauringe.de, Iovino Gruppe, Fahrschule Damerius, Edeka Wachtler und weitere. Gesammelt wurden dabei Sach- und Geldspenden von 5.500 Euro, die mit weiteren Spenden von Edeka Wachtler und deren Kunden ergänzt wurde. Ergänzt wurden die Spenden mit großzügigen Rabattaktionen großer Baumärkte.

Hilfsgüter der „We Are One“-Hilfsaktion für Menschen in Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz (Foto: Daniela Samsony)

Am Samstag fuhr das Hilfsteam mit 2,5 Tonnen Stromgeneratoren, Wasserpumpen, Trocknergeräten, Kleingeräten, Wasser und Nahrungsmittel. Neben der Abgabe und Verteilung der Hilfsgüter stand auch der konkrete Arbeitseinsatz auf dem Programm: In Odendorf im Swisttal musste eine 2 Meter hohe, eingestürzte Mauer abgetragen und eine Zahnarztpraxis von Schlamm und Brackwasser befreit werden. Am Sonntag ging es weiter nach Altenahr im Ahrtal, um dort zu helfen. „Bilder der totalen Verwüstung, meterhohe Müll und Schuttberge, zwischen Häuserresten sind Spielzeug, Kleidung und viele persönliche Gegenstände zu sehen“, so Mithelferin Daniela Samsony. Hier wurden in vielen kleinen Hilfsleistungen Kellerräume, in denen hüfthoch ein Schlamm-Öl-Gemisch stand, Eimer für Eimer freigeräumt. Eine Arbeit, die die Menschen vor Ort so gar nicht leisten können, weshalb auch die Hilfsbereitschaft gegenüber den Helfern selbst enorm war; Wasser wurde angekarrt und Kaffee und Kuchen aus den Versorgungsstationen.

Es überwiegt vor Ort auch nach 14 Tagen immer noch Fassungslosigkeit über die Naturkatastrophe. Dennoch fiel den Helfern auf, wie stark Hoffnung und Kampfeswille der Menschen sind.

Auch am kommenden Wochenende will das Team wieder in das Katastrophengebiet fahren, auch mit dem Wissen aus der ersten Tour. Dabei sein wird dieses Mal eine große Vakuumpumpe, die für das Auspumpen der mit Schlamm gefüllten Keller eingesetzt werden kann.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über 25-jährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.