Feuerwehr Pforzheim berichtet über das erste Halbjahr 2021

Zahl der Fehlalarme leicht zurückgegangen. Deutlich mehr Tierrettungseinsätze.

(Lesezeit: 3 Minuten)

Auch im ersten Halbjahr 2021 hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Alarmierungsquote leicht von 1.117 Einsätzen auf nun 1.043.

Auf tatsächliche Brände entfielen 95 (98 im Vorjahr) Einsätze. Neben 77 (85) Kleinbränden mussten 11 (9) Mittelbrände sowie 7 (4) Großbrände bekämpft werden. Auch in Zeiten der Corona-Einschränkungen, so die Feuerwehr in ihrer Mitteilung, ging damit die Anzahl der echten Brandereignisse nicht zurück und forderten die Feuerwehr. Erwähnenswert sind hierbei ein Wohnungsbrand in einem Hochhaus, ein Wohnungsvollbrand in der Bleichstraße und ein Brand in einem Klassenzimmer einer Grundschule. Unterstützt wurden auch Enzkreis-Gemeinden bei mehreren Bränden.

Bei den Brandeinsätzen beklagt die Feuerwehr insgesamt 27 verletzte Personen, darunter zwei Feuerwehrangehörige.

Auch wenig Bewegung in der Zahl der Hilfeleistungen

Im Hilfeleistungsbereich wurden 662 (668) Einsätze registriert bei denen die Feuerwehr tätig werden musste. Bei solchen Hilfeleistungseinsätzen wurden im ersten Halbjahr 2021 153 (91) verletzte Personen versorgt, für 22 (24) Personen kam jede Hilfe zu spät.

Hier nennt die Feuerwehr als wichtige Einsätze die Hilfe bei mehreren schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn, einem Großeinsatz zur Personensuche in der Enz und Unwetter-Einsätzen nach Gewitter mit Starkregenfällen im Juni. Des weiteren waren im Juli über 2 Wochen hinweg zahlreiche Einsatzkräfte zur Unterstützung im Hochwassergebiet im rheinland-pfälzischen Ahrtal im Einsatz. Die häufigsten Tätigkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • 103 (76) Einsätze zur Beseitigung einer Ölspur
  • 96 (95) Türöffnungen wegen akuter Gefahr oder auf Anforderung der Polizei
  • 57 (45) Einsätze bei Verkehrsunfällne mit Straßenfahrzeugen
  • 32 (38) Einsätze betrafen auslaufender Kraftstoff aus Fahrzeugen
  • 32 (19) Einsätze betrafen ausgelaufenes Wasser in Gebäuden aufgenommen
  • 10 (15) Einsätze bezogen sich auf das Verschließen von Eingangstüren oder Fenstern
  • 5 (6) Male wurden Personen aus einem Aufzug befreit

Saisonbedingt fielen 74 (44) Einsätze im Zusammenhang mit Tieren an, insbesondere die Rettung von Schwänen und Jungenten.

Zusätzlich zu den aufgeführten Feuerwehreinsätzen waren Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützend im Rahmen von Impfaktionen in verschiedenen Stadtteilen tätig. Der Feuerwehrbus wurde zu einem „Impfbus“ ausgebaut und war an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet im Einsatz. Auch im Rahmen von Sonderimpfaktionen in den einzelnen Stadtteilen unterstützte die Feuerwehr tatkräftig mit logistischen Maßnahmen.

Weniger Fehlalarme

Insgesamt gab es 286 (351) Fehlalarme, die 113 (126) Mal durch automatische Brandmeldeanlagen und drei Mal (1) durch eine gesetzwidrige Alarmierung mit einem missbräuchlichen Notruf verfolgt werden. In 2 (6) Alarmierungen war ein Feuer bereits gelöscht und in 168 (218) weiteren Einsätzen stellte sich nach der Erkundung vor Ort heraus, dass ein Feuerwehreinsatz nicht mehr notwendig war.

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