Stadt lässt Hilfe für ukrainische Flüchtlinge anlaufen

Ukrainische Flagge (Symbolbild) Foto: Max Kukurudziak via Unsplash.com

Zentrale Informationsseite der Stadt eingerichtet. Stadt plant "Friedenskundgebung".

(Lesezeit: 4 Minuten)

Nach Angaben der Stadtverwaltung sind in Pforzheim mittlerweile 40 Personen aus der Ukraine angekommen, die teils privat, teils in der vorläufigen Unterbringung untergekommen sind. Mit der aktuellen Situation der Geflüchteten hat sich heute auch der Pforzheimer Verwaltungsstab zur Lage in der Ukraine intensiv beschäftigt. „Angesichts der Fortsetzung des Krieges gehen wir davon aus, dass die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine, die nach Deutschland und auch nach Pforzheim kommen, schnell anwachsen wird. Daher arbeiten wir intensiv daran, Unterbringungskapazitäten aufzubauen“, führt Sozialdezernent Frank Fillbrunn aus. Bis Mitte nächste Woche werde das erste Obergeschoss der Unterkunft in der Paul-Löbe-Straße auf dem Sonnenhof ausgestattet sein, womit 44 weitere Plätze zur Verfügung stehen werden. „Auch an der Ausstattung der weiteren Stockwerke wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Dennoch ist die Lage angespannt, die Zahl der aktuell frei belegbaren Plätze begrenzt.

Um die Aufnahmekapazitäten nicht innerhalb kürzester Zeit zu überfordern und eine geregelte Verteilung innerhalb des Landes sicherzustellen, verweist die Stadt Pforzheim Geflüchtete, die sich noch nicht in Pforzheim befinden und keine private Unterkunftsmöglichkeit hier vor Ort haben, an die Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe (Durlacher Allee 100, 76137 Karlsruhe).

Der Verwaltungsstab appelliert ebenfalls an engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich auf den Weg gemacht haben, um Geflüchtete nach Deutschland zu bringen, die offiziellen Wege einzuhalten. Das bedeutet – wenn eine private Unterbringung nicht möglich ist – ebenfalls an die Landeserstaufnahmestellen heranzutreten, die wiederum Geflüchtete den Stadt- und Landkreisen zuweisen. Zudem werden Pläne für die Akquirierung und Inbetriebnahme von weiteren Unterkünften und gegebenenfalls Notunterkünften vorbereitet.

Stadt hat Hilfeseiten eingerichtet

Unter der Adresse www.pforzheim.de/ukraine eine Hilfeseite für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. So ruft die Verwaltung dazu auf, freie Wohnungen oder auch einzelne Zimmer Geflüchteten zur Verfügung zu stellen. Personen, die dies möchten, finden die entsprechenden Kontaktdaten auf der Hilfeseite. Flüchtlinge aus der Ukraine, die in Pforzheim privat untergekommen sind, werden gebeten, sich mit der Stadt in Verbindung zu setzten, damit sie registriert werden können. Auch Bürgerinnen oder Bürger, die weitere Hilfe anbieten möchten, finden auf der Webseite Ansprechpartner und Kontaktdaten.

Es werden außerdem weiterführende Links für Geld- oder Sachspenden aufgeführt. Ebenfalls sind Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt, zum Beispiel wie es sich mit dem Aufenthaltsrecht verhält, wie die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine in Baden-Württemberg erfolgt, wie es sich mit Sozialleistungen oder der Gesundheitsversorgung verhält und ähnliches. Die FAQs werden fortlaufend aktualisiert. Auch die Koordinierungsstelle Familienfreundliche Stadt sammelt Informationen zu Hilfsaktionen in Pforzheim und im Enzkreis und veröffentlicht diese auf ihrer Infoseite https://www.familie-pforzheim.de.

„Friedenskundgebung“ in Vorbereitung

Parallel organisiert die Stadt Pforzheim für kommende Woche nach der Kundgebung mehrerer Organisationen in der letzten Woche für die nächste Woche eine eigene „Friedenskundgebung“. Die genauen Planungen für die Kundgebung, die unter dem Motto „Solidarität mit der Ukraine“ auf dem Waisenhausplatz an den Treppenstufen des Theaters Pforzheim stattfinden soll, liefen derzeit noch, so die Stadt.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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