Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember 2023

Auch saisonale Gründe führen im Dezember zu schwächelndem Arbeitsmarkt, auch im Landes- und Bundestrend.

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Die Arbeitslosenquote ist von November auf Dezember um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent. Insgesamt waren 4.383 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 1.659 (37,9 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2.724 (62,1 Prozent) in der Grundsicherung.

Der Stadtkreis Pforzheim bleibt damit weiterhin auf dem drittletzten Platz aller 44 Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs; höher ist die Arbeitslosigkeit im Stadtkreis Baden-Baden mit 6,5 Prozent und in Mannheim mit 7,2 Prozent. Im Enzkreis ist die Arbeitslosigkeit weiterhin stabil bei 3 Prozent und damit im dritten Monat in Folge. Landesweit ist die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte auf nun 4 Prozent angestiegen.

Im Dezember wurden 236 Stellenangebote gemeldet. Das waren sechs oder 2,5 Prozent weniger als im Vormonat und elf oder 4,9 Prozent mehr als im Dezember 2022. Derzeit sind 1.055 offene Stellenangebote im Bestand, 165 oder 13,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Deutlicher Anstieg im Vorjahresvergleich

Im Jahresdurchschnitt ist in Pforzheim die Arbeitslosigkeit deutlich stärker angestiegen, als im Land: So betrug die Arbeitslosenquote im Dezember 2022 noch 5,7 Prozent in Pforzheim, landesweit stand die Quote bei 3,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist damit in Pforzheim mit 0,7 Prozentpunkten im Jahr 2023 fast doppelt so stark angestiegen, als mit 0,4 Prozentpunkten landesweit.

Auch saisonale Gründe im Dezember

Weitgehend saisonbedingt bezeichnen Experten den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember. „Mit Beginn der Winterpause haben Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Dezember, wie in diesem Monat üblich, zugenommen“, sagte Andrea Nahles, Vorstandschefin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Auch die schwächelnde Konjunktur mache sich bemerkbar.

„Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember zwar stärker gestiegen als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (plus 47), in Anbetracht der wirtschaftlichen Unsicherheiten steht der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald aber immer noch gut da,“ so die Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann.

Zum Jahresende habe jedoch die Nachfrage nach Arbeitskräften im gesamten Arbeitsmarktbezirk zugenommen. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim wurden im Dezember 832 zu besetzende Stellen gemeldet, 86 oder 11,5 Prozent mehr als im November aber 186 oder 18,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gesamten Jahr 2023 wurden 11.007 offene Stellen gemeldet, 2.083 oder 15,9 Prozent weniger als im Jahr 2022.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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