Open-Air-Kino des Kulturhaus Osterfeld und des Kommunalen Kinos beginnt

Mit dem Start des Open-Air-Kinos am heutigen Donnerstag geht eine echte kulturelle Sommer-Institution an den Start. Mit 23 Jahren gehört das Pforzheimer Open-Air-Kino zu den älteren Freiluftkinos in Deutschland – 1995 erblickte der Sommerabendspaß das Licht der Pforzheimer Welt. Und ist nun als „Twen“ eine richtige Großveranstaltung geworden.

Rund 1.000 Sitzplätze gibt es im Innenhof des Kulturhauses Osterfeld, das Christine Müh, die Geschäftsführerin des Kommunalen Kinos Pforzheim, inzwischen richtig liebgewonnen hat. „Der Innenhof des Kulturhauses ist ein besonderer geschützter Standort. Die Gebäude rundherum speichern tagsüber genügend Wärme, so dass es abends nicht so schnell auskühlt.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus sei sehr gut eingespielt, was sich im Aufbau und der Durchführung des Kinos jedes Mal zeige.

Und auch dem Wettbewerb mit einem anderen Open-Air-Kino, nämlich das des Rex Kinocenters im Stiftshof am Schloßberg kann Christine Müh durchaus positives abgewinnen: „Wir wollen Erfahrungen sammeln, wie zwei Open-Air-Kinos in Pforzheim funktionieren können.“ Generell sei Vielfalt in Sachen Kinos immer begrüßenswert. Mit den Open-Air-Kinomachern des Rex Kinocenters sei man jedenfalls im Gespräch und wolle beispielsweise besprechen, im nächsten Jahr eine Terminüberschneidung (in dieser Woche spielen beide Open-Air-Kinos am Wochenende) zu vermeiden.

Filmabende wieder nach bewährtem Schema

Eigentlich ist alles ganz einfach: In den Kalenderwochen 31 bis 35 gibt es von Mittwoch bis Samstag jeweils Kino. Die Ausnahme ist die erste Woche, hier wird der erste Film erst am Donnerstag gezeigt, so dass die Open-Air-Saison also genau 24 Filme „lang“ ist. Traditionell schließt das Open-Air-Kino seit einigen Jahren mit der „Rocky Horror Picture Show“, die als einzige Ausnahme außerdem bei jedem Wetter, egal ob Sonne oder Wolkenbruch, draußen gezeigt wird und echtes Mitmachkino ist.

Die Besonderheit des Open-Air-Kinos im Kulturhaus Osterfeld ist, dass es bei gutem Wetter mit rund 1.000 Sitzplätzen im Innenhof funktioniert, mit immerhin 350 Sitz- und 100 Stehplätzen auch bei schlechtem Wetter im Großen Saal des Kulturhauses, in das kurzfristig umgezogen werden kann. Die ersten 450 Kartenkäufer jeder Veranstaltung haben mit ihrem Ticket auch dieses „Reserveticket“ für schlechtes Wetter dabei. Bei leichteren Unwettern wird aber draußen weitergespielt und Regenponchos verteilt. Erfahrungsgemäß ist das Pforzheimer Open-Air-Publikum hier recht abgehärtet, so dass auch bei plötzlich einsetzendem Regen viele Zuschauer einfach draußen sitzenbleiben.

Film-Highlights in diesem Jahr

Mit einem wichtigen Programmpunkt startet das Open-Air-Kino gleich am heutigen Donnerstag, nämlich mit der Premiere des Filmes „Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse“. Dieser Filmklassiker wurde vom Comedian Dominik Kuhn, besser bekannt als „Dodokay“ in einer unnachahmlichen schwäbischen Version „nachvertont“ und mit einer völlig neuen Story versehen. Dodokay wird am Donnerstag persönlich vor Ort sein.

Dicht gefolgt wird der Donnerstag vom nächsten Highlight am kommenden Samstag und zur Vorführung des Dokumentarfilmes „Egal was kommt“, denn zu diesem Film wird der Regisseur Christian Vogel, der mit seinem Motorrad nicht weniger als die Welt umrundet hat, nach Pforzheim kommen.

Mit „Loving Vincent“ wird am 8. August ein spektakulärer Film über die Bilder des Malers Vincent van Gogh präsentiert, der vollständig aus Ölgemälden produziert wird. Mit der „Grießnockernaffäre“ sind „Franz und Rudi“ am 9. August zurück auf der Leinwand und mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer gibt es am 30. August auch noch richtiges Familienkino für Jung und Alt.

Das vollständige Programm mit der Möglichkeit, sofort online Tickets zu kaufen, gibt es unter openairkino-pforzheim.de.

Über Besim Karadeniz 467 Artikel
Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.