Mäßige Resonanz auf Haidach-Begehung von Hück und Meser

Haidachbegehung mit Waldemar Meser (CDU) und Uwe Hück (SPD)

Etwa 20 Interessierte folgten dem Aufruf. Hück sieht vor allem "zwei große Parteien" am Zug.

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Der große Auflauf blieb dann doch aus, als am Dienstag die Gemeinderatskandidaten Uwe Hück (SPD) und Waldemas Meser (CDU) in einer gemeinsamen Begehung des Stadtteiles Haidach aufeinandertrafen. Gut 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter eine Reihe von weiteren Gemeinderatskandidaten, folgten dem kurzfristigen Aufruf beider Parteien, begleitet von größerem Medieninteresse.

In ihrem Rundgang, der vom Mix-Markt zum Bürgerhaus, zum östlichen und westlichen Bereich des Tiergarten-Einkaufszentrums, wollen beide auf die besonderen Herausforderungen des Stadtteiles Augenmerk legen. „Anfang der 90er Jahre hat sich ja keiner mehr hier hoch getraut, muss man ganz offen sagen“, so Hück. Heute sei einer der friedlichsten Bereiche besser als die Nordstadt. „Aber wenn es so weitergeht, dann kommen die 90er Jahre wieder zurück“. Daher müsse man viel mehr investieren, um diese Entwicklung aufzuhalten.

Auf die Frage, wie das Zusammenspiel zwischen ihm und Meser weiter laufe, erwiderte Hück, dass Meser im FSV Buckenberg, dem er, Hück, seit 20 Jahren vorstehe, Meser der „Integrationsminister“ sei und daher werde man sich wegen einer Wahl nicht „auseinanderreißen“. „Wir müssen aufhören, parteipolitisch zu denken,“ so Hück, „sondern denken, wie können wir den Menschen am besten helfen und dann werden wir uns zusammentun.“ Auch Meser zeigte sich optimistisch und antwortete auf die Frage, warum er Hück gerne im Gemeinderat sehe: „Er spricht meine Sprache, seine Gedanken sind die gleichen wie meine“.

Beide sehen vor allem die Herausforderung Sprache. Man müsse wieder die „deutsche Sprache reinbringen“, da im Haidach wieder vermehrt russisch oder polnisch gesprochen würde, so Hück. Es lohne sich aber, in den Haidach zu investieren. Das könnten aber nur „zwei große Parteien“ machen und man müsse sich vor allem um Projekte streiten und nicht „um des Streitens willen“. Sonst, so Hück, „werde Pforzheim etwas haben, was viele andere nicht haben.“

Auch Hans-Ulrich Rülke bekam von Hück eine deutliche Ansage mit auf den Weg, als darüber gesprochen wurde, dass vor einiger Zeit eine digitale Torwand vom Jugendgemeinderat als verzichtbares „Prestigeobjekt“ abgelehnt wurde: „Der Rülke wird sowieso eines lernen müssen, dass es vorbei ist, als Bedenkenträger hier herumzulaufen.

Auch konkrete Wünsche wurden bei der Begehung aufgenommen. Am Einkaufszentrum Tiergarten forderten Hück und Meser einen Zebrastreifen, um einen gefahrlosen Übergang zum Einkaufszentrum zu ermöglichen. Zudem fordert Hück auf, sich mehr um die Sanierung der Gebäude im Haidach zu kümmern, die aus seiner Sicht teilweise dringend energetisch saniert werden müssten.

In Sachen Innenstadt erneuerte Uwe Hück seine Forderung, dass es nicht angehe, dass Kulturvereine ihre Scheiben so abkleben, wie der irakische Freundeskreis in der Zerrennerstraße und es in der Innenstadt zu viele Friseure („So viele Köpfe gibt es gar nicht, wie viele Friseure wir haben!“) und Döner gebe.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.