„Solidarity City“ als Zukunftssignal?

Demonstration gegen den AfD-Parteitag in Form eines "Open Air Plenums".

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Als friedliche Demonstrationform war das „Open Air Plenum“ der Pforzheimer Initiative gegen Rechts gegen den AfD-Landesparteitag gedacht, der am Wochenende im CongressCentrum stattfand. Heraus kam „ganz nebenbei“ ein interessantes Konzept namens „Solidarity City Pforzheim“.

Rund 50 Menschen waren dem vornehmlich in sozialen Netzwerk propagierten Termin gefolgt und trafen sich am Samstagmittag vor dem Stadttheater Pforzheim, in Sichtweite zum CongressCentrum. Idee des Konzeptes war, dass die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen sollten, um daraus friedliche Demonstrationsformen, beispielsweise in Form von Plakaten auszuarbeiten.

Ein überaus interessantes Diskussionsthema ist das Konzept der „Solidarity City„. In dieser vor zehn Jahren im kanadischen Toronto entstandenen Bewegung kümmert sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern für einen solidarischen Zusammenhalt unabhängig von wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnissen und eine friedliche Willkommenskultur gegenüber Migranten. Dass dabei nicht nur Lippenbekenntnisse herauskommen, zeigt eben Toronto. Hier wurde 2013 durch den dortigen City Counsil die Stadt zur „Sanctuary City“ erklärt, was einem faktischen Bleiberecht entsprach.

Global (und auch in deutschen Städten) dienen erste Veranstaltungen zu „Solidarity Cities“ vor allem zur Vernetzung von Initiativen, Verbänden, Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen. Auch in Pforzheim, so einige Diskutanten in der offenen Diskussion, wären entsprechende Bemühungen erstrebenswert.

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