Wildpark öffnet erst später

Eingang des Wildparks während der Sperrung aufgrund der Corona-Pandemie

Organisatorische und technische Maßnahmen sind erforderlich. Ein "kleiner fünfstelliger Betrag" monatlich erforderlich für Sicherheit.

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Während landesweit in Baden-Württemberg bereits ab dem morgigen Mittwoch unter anderem Zoos und Tiergärten ihre Tore wieder öffnen dürfen, dauert es beim Wildpark Pforzheim noch, wie die Stadt mitteilt.

„Im Grunde reden wir von einem frei zugänglichen und öffentlichen Park ohne Haupteingang. Keine Zäune oder Absperrungen und einem kostenlosen Eintritt. Was zu normalen Zeiten Anreiz für viele Familien mit und ohne Kinder darstellt, wird jetzt in der Corona-Krise zu einer gewissen Herausforderung bei der Eröffnung“, so Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeisterin Sibylle Schüssler.

Erwartet wird zur Öffnung des Wildparks ein Besucheransturm – „die Menschen wollen wieder raus und das ist nur allzu verständlich“. Allerdings brauche man mehr Zeit und „gesicherte Möglichkeiten“, den Start vernünftig und „coronagerecht“ vorzubereiten.

Deshalb wurde in den vergangenen Wochen im Fachamt des Bau- und Kulturdezernates ein Konzept für die Wiedereröffnung erarbeitet. Maximal dürften nur 400 Besucher gleichzeitig im Wildpark sein, Mindestabstände und Hygieneeinrichtungen sind einzurichten und auch zu betreiben. Dazu benötige man während der Öffnungszeiten zwischen 10 und 17 Uhr Security-Mitarbeiter und zur Kanalisierung Bauzäune, was wiederum einen „kleinen fünstelligen Betrag pro Monat“ kosten könnte.

„Die jetzige Situation ist für uns als Wildpark deutlich schwieriger als für jeden anderen Zoo, der beispielsweise ein Ticketing-System oder gesicherte Einnahmen hat“, so Sibylle Schüssler. Dass nämlich könnte jetzt die Grundlage für ein Online-Ticketing sein, das gleichzeitig zur Begrenzung der Besucherzahlen dienen könnte. So aber steht zu befürchten, dass das einerseits der Andrang der Besucherströme nicht coronagerecht kanalisiert werden kann; andererseits die neu entstehenden Kosten nicht aufgebracht werden können. „Wir werden eine gute und tragfähige Lösung erarbeiten“, so OB Peter Boch.

Für einen Ausgleich der Kosten für eine rasche Eröffnung des Pforzheimer Wildparks schlägt die FDP/FW/UB/LED-Fraktion vor, den Besuchern ans Herz zu legen, „zu spenden und einen freiwilligen Eintritt zu entrichten“. Man könne sich vorstellen, beim Haupteingang des Wildparks eine Box aufzustellen, bei der Besucher einen freiwilligen Eintrittspreis entrichten könnten, um die Kosten für Security und die weiteren Maßnahmen der Wiederinbetriebnahme auszugleichen, so lange dies notwendig sei.

Freilich befindet sich schon seit vielen Jahren am Platz vor dem Streichelzoo bereits eine Spendenbox.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über 25-jährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.