Spitzengespräch zu Verzögerungen beim A-8-Ausbau gefordert

Abgeordnete sauer über die Verzögerungen beim Ausbau der Enztalquerung und die weitere Kostensteigerung.

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Nach der Ankündigung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über weitere Verzögerungen bei der Ausschreibungen von Leistungen beim Ausbau der Enztalquerung der Autobahn A 8 regt sich in der Politik erheblicher Widerstand.

Verwundert zeigte sich SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast über die Kostensteigerungen. Sie werde dem umgehend nachgehen. „Dass ich davon zufällig per Pressemitteilung erfahre, ist kein guter Stil. Auch das werde ich entsprechend adressieren“, so Mast.

„Hochgradig verärgert“ zeigt sich ebenfalls Pforzheims FDP-Landtagsabgeordneter Hans-Ulrich-Rülke über die erneuten Verzögerungen und Kostensteigerung. „Ich hoffe sehr, dass es sich nun um eine Verzögerung von nur wenigen Wochen handelt“, so Rülke in einer Pressemitteilung. „Jede weitere Verzögerung geschieht zum Nachteil aller Pendler und auf einen flüssigen Autobahnverkehr angewiesener Bürger und Unternehmen.“

Der Enzkreis-Landtagsabgeordnete Erik Schweikert sieht beim A-8-Baubeginn gar „quartalsweise das Murmeltier grüßen“ und ärgert sich insbesondere darüber, dass sich durch die nun verzögerte Ausschreibung auch weitere Baumaßnahmen verschöben. „Mit jeder der fast schon regelmäßigen Verschiebung des Baubeginns zeigt sich immer mehr, dass die Fiktion des Regierungspräsidiums Karlsruhe ein Fehler war, die räumlich zusammenhängenden Baumaßnahmen von A8, B10 und der Raststätte in getrennten Verfahren abzuarbeiten“, so Schweickert.

„Spitzengespräch“ gefordert

Zusammen mit CDU-Bundestagsabgeordnetem Gunther Krichbaum fordern Mast, Rülke und Schweikert ein politisches Spitzengespräch mit der Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. „Nachdem wir das Projekt über Jahre aktiv begleitet haben, werden wir über eine Pressemitteilung von einer Kostensteigerung um 126% informiert, die nur recht lapidar begründet wird. Das ist für uns nicht akzeptabel“, so die Abgeordneten in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Man erwarte vom Regierungspräsidium nun ein „zeitnahes Gespräch über die Gründe für diese krasse Fehlplanung und das weitere Vorgehen“. Das „ganz erheblich Vertrauen verspielt“ wurde, müsse nun „vollständige Transparenz“ hergestellt werden. Zudem müssten auch dringend Gespräche über mögliche Auswirkungen auf die gesamte Verkehrsinfrastruktur der Region und deren Zukunft geführt werden.

(Pressemitteilungen Katja Mast/Hans-Ulrich Rülke/Erik Schweikert/bka)

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