Ausstellung „Konsumtempel“ ab Oktober

Ansicht des Pforzheimer Kaufhauses Merkur aus dem Jahr 1938 (Foto: Otto Kropf)

Kulturamt bereitet Fotoausstellung im Stadtmuseum vor. Private Bilder von alten Konsumtempeln in Pforzheim werden gesucht.

(Lesezeit: 2 Minuten)

Ab dem 24. Oktober 2021 zeigt das Kulturamt der Stadt Pforzheim im Stadtmuseum die Ausstellung „Konsumtempel – Warenhäuser in Pforzheim“, die von der Kunsthistorikerin Christina Klittich kuratiert wird: Wronker-Knopf-Schocken-Merkur-Kaufhalle-Horten-Schneider-Galeria Kaufhof – in Pforzheim sind diese Namen seit Generationen Inbegriff für Einkaufen. 1899 eröffnete am Pforzheimer Marktplatz mit dem Warenhaus „Wronker“ das erste moderne Kaufhaus der Stadt. Daneben entstand einige Jahre später ein stattliches Gebäude für den Warenhauskonzern „Geschwister Knopf“. 1928/29 folgten „Ehape“ und „Woolworth“ an der Leopoldstraße. Die lichtdurchfluteten Jugendstilkaufhäuser am Marktplatz strahlten großstädtischen Flair aus und boten den Kunden auch Luxuswaren, Erfrischungsräume und Spezialabteilungen für Feinschmecker. Das Kaufhaus „Wronker“ bezog 1914 einen Neubau an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße, der später vom Schocken-Konzern übernommen wurde.

1938 wurden die jüdischen Einkaufsstätten arisiert. Das Kaufhaus „Geschwister Knopf“ wurde zum Kaufhaus „Luplow“ und das Warenhaus „Schocken“ bekam den Namen „Kaufstätte Merkur“. Nach der Kriegszerstörung richteten einige Warenhäuser kleine Ausweichverkaufsstellen in den unzerstörten Stadtteilen ein, wie zum Beispiel „Merkur“ in der Nordstadt oder die „Kaufhalle“ in Brötzingen. 1953 wurde der neue „Merkur“ am alten Platz an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße eingeweiht.

Bilder von alten Konsumtempeln werden gesucht

Für die Ausstellung sucht das Kulturamt alte Prospekte der Warenhäuser sowie Dinge, die bei „Wronker“, „Geschwister Knopf“ oder „Schocken“ erworben wurden. Für einen Filmbeitrag werden Zeitzeugen gesucht, die sich an die Kaufhäuser von früher erinnern oder dort gearbeitet haben.

Bitte melden Sie sich beim Kulturamt der Stadt Pforzheim: eleni.engeser@pforzheim.de oder 07231-39 3930.

Über Besim Karadeniz 2546 Artikel
Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über 25-jährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.