SPD fusioniert Kreisverbände Enzkreis und Pforzheim und wählt neuen Vorstand

Sascha Binder (Generalsekretär der SPD in Baden-Württemberg), Vorstandsmitglieder Annkathrin Wulff, Paul Renner und Michael Hofsäß, Katja Mast MdB (Foto: SPD)

Neuer Kreisverband soll schlagfertiger aufgestellt werden und gemeinsame Kräfte bündeln.

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Am Montag haben die Delegierten der beiden SPD-Kreisverbände Enzkreis und Pforzheim in einer gemeinsamen Konferenz in Neulingen der bereits länger geplanten Zusammenlegung ihrer Kreisverbände zugestimmt und gleichzeitig einen gemeinsamen neuen, vierzehnköpfigen Vorstand gewählt.

Kreisvorsitzende des neuen SPD-Kreisverbands Enzkreis-Pforzheim ist der bisherige SPD-Enzkreis-Vorsitzende und Mühlackeraner Stadtrat Paul Renner (28). Seine beiden Stellvertreter sind Michael Hofsäß (25) und die Pforzheimer Stadträtin Annkathrin Wulff (35). Wulff stand dem Kreisverband Pforzheim bis Ende 2019 vor.

„Wir freuen uns sehr, die Kräfte unserer ehemaligen Kreisverbände nun besser bündeln und mit gemeinsamer Stärke in die Zukunft blicken zu können, um noch mehr für die Menschen in Pforzheim und dem Enzkreis zu bewegen“, so Renner, Hofsäß und Wulff.

Der Fusion vorausgegangen waren seit Ende 2019 Turbulenzen im Pforzheimer SPD-Kreisverband, die in einer Austrittswelle rund um das damalige SPD-Mitglied Uwe Hück mündete, der mit Mitstreitern eine neue Partei gründete.

Kräftebündelung der beiden Kreisverbände

Eine Fusion der beiden Kreisverbände war bereits in den letzten Jahren immer wieder ins Gespräch gebracht worden, um damit unter anderem dem Mitgliederschwund entgegenzutreten. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde mit der Fusion der bis dahin drei SPD-Ortsvereine in einen einzigen Ortsverein Pforzheim, der nun im Kreisverband Enzkreis-Pforzheim als eigenständige Gliederung neben den Ortsvereinen im Enzkreis existiert. „In den letzten Jahren haben wir als SPD in der Region bereits sehr intensiv und gemeinsam kommunalpolitisch gearbeitet und Verantwortung übernommen,“ so Paul Renner, „aber auch wir müssen feststellen, Ressourcen sind endlich. Um schlagfertiger und zukunftsorientierter aufgestellt zu sein, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Kräfte zu bündeln und die beiden Kreisverbände zusammenzuführen.“

Die Zusammenlegung der SPD-Kreisverbände Enzkreis und Pforzheim ist in der Parteienlandschaft der Region keine neue Erscheinung; praktisch alle großen Parteien haben eine entsprechende Zusammenlegung innerhalb ihrer Organisation bereits vollzogen oder wurden so gegründet. Auch innerhalb der SPD arbeiten größere Arbeitsgemeinschaften wie beispielsweise die Jusos bereits seit vielen Jahren in einem gemeinsamen Verband.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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