Waldemar Meser erhält das Bundesverdienstkreuz

Innenminister Thomas Strobl überreicht Waldemar Meser das Bundesverdienstkreuz am Bande (von links: Thomas Strobl, Waldemar Meser, Ehefrau Ida Meser) Foto: Stadt Pforzheim/Ljiljana Berakovic

Meser erhält die hohe Auszeichnung für seine vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Integration.

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Mit dem Verdienstkreuz am Bande wurde der Pforzheimer Bürger Waldemar Meser für sein jahrzehntelanges bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Die Auszeichnung fand im Rahmen einer Feierstunde am Freitag im Reuchlinhaus statt, erhalten hat Meser das Verdienstkreuz vom Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Thomas Strobl, stellvertretend für Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Als Gründungsmitglied und Vorsitzender der Elterninitiative Buckenberg/Haidach & Hagenschieß hat Waldemar Meser Ende der 1990er Jahre eine vielbeachtete Initiative gestartet, mit der die Migrations- und Integrationsbemühungen auf dem Haidach entscheidend gestaltet werden konnten. Während in den 1990er Jahren durch den Zuzug von vielen Menschen aus Osteuropa sich der Haidach zu einem sozialen Brennpunkt, der bisweilen auch über die Grenzen Pforzheims Aufmerksamkeit erzeugte, erkannten Meser und seine Mitstreiter, dass mit einem sinnvollen Freizeit- und Sportangebot für Kinder und Jugendliche ein funktionierender Dialog entstehen konnte. Waldemar Meser konnte hierbei aus seinen eigenen Erfahrungen als Spätaussiedler schöpfen, nachdem er als im Jahr 1950 geborene Nachfahre einer deutschen Familie 1978 aus der sibirischen Stadt Irkutsk nach Deutschland übersiedelte.

„Herr Meser hat einen großen Beitrag zur Integration der Spätaussiedler im Stadtteil Buckenberg-Haidach geleistet. Nicht zuletzt, indem er sich liebevoll um eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Jugendliche gekümmert und ihnen berufliche Perspektiven aufgezeigt hat“, so Oberbürgermeister Boch. Meser habe als Gründungsmitglied und Erster Vorsitzender der Elterninitiative Buckenberg/Haidach & Hagenschieß erheblich dazu beigetragen, dass der Stadtteil heute nicht mehr zu den Brennpunkten in Pforzheim zähle.

Viele Jahre war Meser Teil des gemeinderätlichen Integrationsausschusses der Stadt Pforzheim. Als dessen Mitglied verfasste er eine Schrift, die sich mit den Hintergründen und der Geschichte der Deutschen aus Russland beschäftigt. Meser ist außerdem Vorstandsmitglied der Deutsch-Russischen Gesellschaft in Pforzheim und seit 1980 Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. In diesen Zusammenhängen vermittelte er auch viele Begegnungen und Kontakte mit der Stadt Irkutsk, die inzwischen eine Partnerstadt Pforzheims geworden ist.

Besim Karadeniz
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