Pforzheim lässt seinen Müll künftig in Mannheim verbrennen

Rote Restmülltonne

Zehnjahresvertrag mit der MVV Asset GmbH abgeschlossen. Jährlich rund 20.000 Tonnen Müllmenge.

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Künftig werden Restabfälle zum größten Teil im Müllheizkraftwerk Mannheim der Verbrennung zugeführt, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Vertragsbeginn mit der MVV Asset GmbH ist der 1. Januar 2024 bei einer Laufzeit von zehn Jahren. „Wir freuen uns, dass wir die Entsorgungssicherheit für Siedlungsabfälle bis zum Jahr 2034 sicherstellen und damit unseren Gebührenzahlern weiterhin Stabilität und Verlässlichkeit bieten können“, zeigt sich Oberbürgermeister Boch begeistert. In der Stadt Pforzheim werden jährlich zirka 20.000 Tonnen Restabfälle entsorgt. Die Ausschreibung war nötig geworden, da die Vereinbarung zwischen der Stadt Pforzheim und dem Landkreis Calw nach 25 Jahren auslief und von Seiten des Landkreises nicht mehr verlängert wurde.

„Es ist schade, dass die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Calw nicht fortgesetzt wurde, aber dies bot die Chance sich in einem Bieterwettbewerb neu zu orientieren“ so Amtsleiter Jürgen Förschler. Am Ende stellt sich dieser Schritt als sehr geschickt heraus, denn durch die neue Vergabe konnte die Abfallwirtschaft eine Reduzierung des Entsorgungspreises gegenüber den vorherigen Kosten um zwei Prozent senken.

Am 31. Januar 2023 fanden ein abschließendes Aufklärungsgespräch mit der MVV Umwelt Asset GmbH unter der Leitung der zentralen Vergabestelle statt. „Der Bieter MVV Asset GmbH konnte dabei alle Angebotsinhalte plausibel und transparent darlegen“, so Förschler.

Jährliche Vergabekosten von 2,4 Millionen Euro

Die jährliche Vergabesumme von 2,4 Millionen Euro beinhaltet dabei auch die Transportkosten von der Umladestation auf dem Entsorgungszentrum Hohberg nach Mannheim. „Im Vordergrund der Ausschreibung stand die Absicht eine für den Gebührenzahler stabile, verlässliche und gesetzeskonforme Entsorgungssicherheit zu gewährleisten, dies ist uns im vollen Umfang gelungen“, so Michael von Rüden, Abteilungsleiter der Abfallwirtschaft. Dabei wurde auch der in Baden-Württemberg (BW) besonderen Autarkieverordnung Rechnung getragen. Diese besagt, dass in BW angefallene Restabfallmengen auch in Baden-Württemberg der thermischen Verwertung zugeführt werden müssen. Das Thema Entsorgungssicherheit war am Montagnachmittag erstmals Gegenstand auf der Tagesordnung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. Auch im Hauptausschuss und im Gemeinderat wird das Thema noch in den jeweils letzten Sitzungen vor der Sommerpause behandelt.

Quelle(n): pm

Besim Karadeniz
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