Was ist eigentlich NINA?

Bei vielen jungen Menschen ist die Haltung verbreitet, dass man sich um wichtige Informationen nicht kümmern müsse, da sie im Ernstfall von allein zum Empfänger kommen würde. Was so vielleicht für Entertainment-Nachrichten funktioniert, wird spätestens dann ein Problem, wenn es um die Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophenfall geht.

Smartphone-Besitzer können sich daher ein paar Megabyte Speicher freischaufeln und eine App namens NINA (Links siehe unten) installieren. NINA steht für “Notfall-Informations- und Nachrichten-App” und wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) kostenlos angeboten.

Nach der Installation über die üblichen App-Stores muss NINA einmalig konfiguriert werden. Dabei geht es lediglich darum, ob die App den aktuellen Standort via Smartphone ermitteln soll oder ob Orte innerhalb Deutschlands vorgegeben werden. Beides macht Sinn: So lässt sich als fester Ort beispielsweise Pforzheim angeben und zusätzlich der jeweils aktuelle Standort auswählen. Wer im Urlaub ist, bekommt dann eventuelle Meldungen für die Heimatregion und für den Urlaubsstandort übermittelt.

Alarmierung bei wichtigen Gefahrenlagen

Die Übermittlung von wichtigen Meldungen, wie zum Beispiel die Meldung in der letzten Woche, dass im Raum Pforzheim vorübergehend die Notrufnummer 112 gestört ist, ist dabei das Hauptziel von NINA. Drei verschiedene Warngruppen gibt es hierbei: Warnungen, Wetterwarnungen und Hochwasserwarnungen. Unterteilt werden Hinweise dann noch in Gefahrenhinweisen und Warnungen.

Eintreffende Warnungen können als Push-Mitteilung angezeigt und signalisiert werden, auf Wunsch auch mit dem Ton einer Feuersirene, die allerdings echte Schrecken einjagen kann …

Ansonsten verhält sich NINA erfreulich alarm- und stromsparend. Wenn es nichts zu melden gibt, wird auch nichts gemeldet. Keine Werbung, keine unnützen Meldungen.

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Besim Karadeniz (bka), Jahrgang 1975, ist Autor und Erfinder von PF-BITS seit 2016. Er ist beruflich selbstständiger Web-Berater und -Entwickler. Neben PF-BITS betreut er mehrere weitere Online-Projekte und kann auf einen inzwischen über zwanzigjährigen Online-Erfahrungsschatz zurückblicken. Neben der technischen Betreuung von PF-BITS schreibt er regelmäßig Artikel und Kolumnen und ist zuständig für den Kontakt zu Partnern und Autoren.