OB Boch und Bürgermeisterin Schüssler laden zum Waldspaziergang

Im Mai hat der Gemeinderat die Richtung für die weitere Gewerbeflächenentwicklung vorgegeben. Bis Ende des Jahres sollen die beiden Gebiete Klapfenhardt und Ochsenwälde mit objektiv vergleichbaren Zahlen und Erkentnissen einander gegenübergestellt werden – ergebnisoffen. Erst danach fällt die Entscheidung, welche Fläche tatsächlich entwickelt wird. Allgemein anerkannt ist, dass Pforzheim dringend neue Gewerbeflächen braucht. Verfügbare Flächen sind allerdings begrenzt, ein Waldeingriff ist unumgänglich.

Doch wie sehen die Gegebenheiten vor Ort aus? Bei einem Spaziergang durch den Klapfenhardt–Wald am Samstag, 16. Juni, um 14 Uhr möchten Oberbürgermeister Peter Boch und Bürgermeisterin Sibylle Schüssler interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich einen Eindruck von der Fläche zu machen, die innerhalb des Waldgebiets auf ihr Potential als Gewebefläche geprüft wird. Bei den insgesamt 68 Hektar handelt es sich um eine Suchfläche; das eigentlich zu entwickelnde Gebiet würde voraussichtlich kleiner ausfallen. Der Rundgang startet oberhalb des Restaurants Schlupf an der Wendeplatte, Heidenheimer Straße.

Um sicherzugehen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Rundgangs auch akustisch etwas verstehen, ist die Personenzahl auf 100 Personen begrenzt. Aus organisatorischen Gründen ist daher eine vorherige Anmeldung bis zum 14. Juni unter Tel. 07231-39-2809 oder presse@stadt-pforzheim.de erforderlich. Vor Ort stehen einige Parkplätze zur Verfügung, auch eine Anreise über die Buslinie 6 ist möglich. Bei Unwetter (Gewitter, Starkregen) entfällt die Veranstaltung.

Der Leiter des Amts für Umweltschutz, Markus Haller, wird bei dem Spaziergang zu einigen ausgewählten Punkten führen, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Eindruck von den verschiedenen Baumbeständen im Klapfenhardt-Wald zu vermitteln. Der Rundgang führt auch am sogenannten „Wasserloch“ vorbei.

Rund 5000 Hektar bzw. 50 Prozent der Gemarkungsfläche von Pforzheim sind Wald. Der Walddistrikt „Klapfenhardt“ hat eine Gesamtfläche von 355 Hektar. Eine Waldinanspruchnahme für Gewerbeflächen in der Größenordnung von 50 Hektar entspräche somit etwa 1 Prozent der Waldfläche von Pforzheim.

Bei den Waldbeständen im „Klapfenhardt“ handelt es sich um in diesen Lagen gebietstypische, Laubbaum-geprägten Mischwälder (die Hauptbaumart ist die Buche sowie in geringerem Ausmaß die Eiche) mit unterschiedlicher Beimischung von Nadelbäumen (hauptsächlich Weißtanne sowie geringere Anteile von Fichte und Douglasie) in „normaler“ forstlicher Bewirtschaftung. Etwa 40 Prozent der Fläche (v.a. westliche des Tannhoferwegs) ist mit jüngeren – 30 bis 60-jährigen Baumbeständen – bestockt. Auf den übrigen Flächen dominieren 90 bis 100-jährige Buchenbestände. Auf zwei Flächen stehen 120 bis140-jährige Buchen- / Tannenmischbestände. Im Südosten des Gebiets (zwischen Tannhoferweg und Kurzentalsträßle) befindet sich ein 140-170jähriger Eichenmischwald.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim)

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