Jugendgemeinderat fordert weiter Vor-Ort-Bezahlung in Pforzheims Freibädern

Ersatz des Schichtsystems durch ein Ampelkonzept zur Besuchersteuerung gewünscht. Unterstützung der Forderung durch Stadträten des Gemeinderats.

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Mit einer Pressemitteilung reagiert der Jugendgemeinderat auf die Reaktion von Bürgermeister Dirk Büscher, der vor zwei Wochen den Forderungen des Jugendgemeinderats auf Vor-Ort-Bezahlung von Eintrittsgeldern an Pforzheims Freibädern eine Absage erteilt hat.

Kern der Forderung ist, dass man das System der Besuchersteuerung von Anfang an „zielführender“ gestalten hätte können. Gäbe es kein Schichtsystem, hätte man auch keine „Time Slots“ und die Besucher würden „über den Tag verstreuter kommen“, so Jugendgemeinderat Leon Meyer. „Somit gäbe es auch keine Stoßzeiten zu Beginn der ‚Time-slots‘ und die Schlangenbildng würde stark reduziert oder sogar komplett wegfallen. Dadurch, dass viele Menschen nach wie vor aufgrund fehlender Vor-Ort Zahlung nicht in Pforzheims Bäder kommen, zieht es diese in Bäder wie Karlsruhe oder Bad-Liebenzell, wo dies möglich ist“, so Meyer weiter.

Rückhalt von Stadträten

Mit ihrer Forderung haben die Jugendgemeinderäte auch Rückhalt von Stadträten aus dem Gemeinderat. „Eine Vor-Ort-Bezahlung vereinfacht den Ticketkauf erheblich sodass dieser für alle Bürgerinnen und Bürger einfach und schnell möglich ist“, so Stadtrat Hans-Ulrich Rülke (Fraktion FDP/FW/UB/LED). Ebenfalls unterstützt Stadtrat Emre Nazli (Grüne Liste) den Jugendgemeinderat: „Das die aktuelle Situation eine Herausforderung darstellt ist kein Geheimnis, aber gerade aus dem Grund muss es das Ziel sein Prozesse sinnvoll und einfach zu gestalten. Die Umsetzung einer Vor-Ort-Bezahlungsmöglichkeit hätte bereits durch die Verwaltung in den vergangenen Wochen forciert werden können und muss dringend forciert werden.“

Auch aus der Fraktion der AfD hat sich der Jugendgemeinderat Unterstützung geholt: „Wir freuen uns über die Initiative des JGR und sind ebenfalls der Auffassung, dass eine Vereinfachung des Zahlungsverfahrens dringend zu wünschen ist, um die Hemmschwelle der Nutzung herabzusetzen“, so AfD-Stadtrat Bernd Grimmer.

„Ampelsystem“ gefordert

Als realistische Lösung für den Rest der Freibadsaison fordern alle Beteiligten die Verwaltung auf ein Ampelsystem wie in den Karlsruher Bädern und eine Vor-Ort-Bezahlungsmöglichkeit in den beiden Pforzheimer Freibädern einzurichten. “Diese Lösung ist relativ einfach umzusetzen, da die Verwaltung bereits über eine Bäder-Website verfügt. Strukturell müsste man also nicht viel neu schaffen, sondern einfach die vorhandene Struktur nutzen”, so der Präsidiumsvorsitzende Paul Jenisch abschließend.

(Pressemitteilung Jugendgemeinderat Pforzheim/bka)

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