Weitere Bundeswehrsoldaten unterstützen in der Corona-Pandemie

Oberbürgermeister Peter Boch und Wolfgang Raff begrüßen 13 Bundeswehrangehörige für Hilfseinsätze in der Goldstadt (Foto: Stadt Pforzheim/Ella Martin)

Bundeswehr unterstützt die Stadt mit Hilfeleistung. Bewilligung der Unterstützung innerhalb eines Wochenendes.

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13 Soldatinnen und Soldaten des in Donaueschingen stationierten Jägerbataillons 292 testen künftig in den Pforzheimer Pflegeheimen die Besucherinnen und Besucher. Ihren ungewöhnlichen Einsatz im Kampf gegen das Corona-Virus starten die Soldaten ab Donnerstag. Voraussichtlich drei Wochen lang werden sie in den Pflegeheimen in der Goldstadt bleiben.

Dort ist die militärische Unterstützung bei den Schnelltests sehr willkommen: „Das Pflegepersonal in den Heimen ist derzeit stark gefordert“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch. „Mit den Schnelltests der Besucherinnen und Besucher, die direkt vor Ort in den Heimen durchgeführt werden, wird das dortige Personal entlastet. Ein Stück Normalität kann in die Heime zurückkehren.“ Das sei enorm wichtig. Neben der derzeit laufenden Impfkampagne in Pflegeheimen handele es sich um einen ganz wesentlichen Baustein „zum Schutz der verletzlichsten Gruppen in unserer Gesellschaft“, so der Rathauschef weiter. Wolfgang Raff, Leiter des für die Heimaufsicht zuständigen Ordnungsamts, ergänzt: „Bei einem negativen Testergebnis können die Besucherinnen und Besucher davon ausgehen, das Virus nicht in das Heim zu tragen. Ich freue mich, dass meine Mitarbeiterinnen die umfangreichen Vorarbeiten und Abstimmungen für diese Aktion erfolgreich leisten konnten.“ Nur 15 Minuten benötige es, bis das Testergebnis vorliege, erklärt der Ordnungsamtsleiter weiter.

Die Heime stellen die Coronaschnelltests sowie die persönliche Schutzausstattung für die Soldaten und Besucher bereit. Auf ihre neuen Aufgaben wurden die Jägersoldaten aus Donaueschingen, die zum multinationalen Verband der deutsch-französischen Brigade gehören, umfassend vorbereitet. Ein Koordinator des Kreisverbindungskommandos für den Stadtkreis Pforzheim steuert den Einsatz der militärischen Helferinnen und Helfer.

Erst am vergangenen Samstag hat Feuerwehrkommandant und Katastrophenschutzleiter Sebastian Fischer den von der Heimaufsicht vorbereiteten Hilfeleistungsantrag an das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr gestellt. Bereits am Sonntagmittag hat das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin positiv über den Antrag entschieden.

Bei der Begrüßung im Rathaus dankte Oberbürgermeister Peter Boch der Bundeswehr für die Unterstützung, die ein klarer Beweis dafür ist, dass alle gesellschaftlichen Kräfte bei der Bewältigung der Pandemie an einem Strang ziehen müssen. „Wir müssen im Kampf gegen die Coronaviren alle Register ziehen“, so der OB. Gerade zum Schutz „unserer hochbetragten Mitbürgerinnen und Mitbürger“ dürfe nichts unversucht gelassen werden, denn in dieser Altersgruppe komme es viel häufiger zu schweren Verläufen, die oftmals lebensbedrohlich sind. „Sie können daher stolz auf das sein, was Sie hier leisten“, sagte der Rathauschef an die Soldaten gerichtet.

Im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit unterstützt die Bundeswehr die Stadt Pforzheim und Landratsamt Enzkreis auf vielfältige Weise. Neben der Bereitstellung von Lagerhallen für die umfangreiche Schutzausrüstung stellt die Bundeswehr auf Antrag Personal für die Kontaktnachverfolgung für das gemeinsame Gesundheitsamt und in den Seniorenheimen bereit.

(Pressemitteilung Stadt Pforzheim)

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