Neues Gasmotorenkraftwerk offiziell übergeben

Grußwort von Oberbürgermeister Peter Boch bei der Übergabe des Gasmotorenkraftwerks der Stadtwerke Pforzheim

Stadtwerke setzen auf umweltverträglichere Strom- und Wärmeproduktion mit Gas und schicken die Kohle in den Ruhestand.

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Als eine „Zeitenwende“ preist Oberbürgermeister Peter Boch bei der offiziellen Übergabe des neuen Gasmotorenkraftwerks der Stadtwerke Pforzheim in seinem Grußwort am Donnerstag den nun vollzogenen Kohleausstieg der Stadtwerke bei der Eigenproduktion von Strom an. Seit 21. April, so SWP-Geschäftsführer Herbert Marquard, werde nun im Heizkraftwerk keine Kohle mehr verbrannt, die bis dato fast seit 100 Jahren als Energieträger für die Stromerzeugung eingesetzt wurde. Nun wird bei Strombedarf auf Gasmotoren zurückgegriffen, die entsprechend umweltschonender mit Erdgas befeuert werden. Immerhin 35.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids will man hier einsparen und stemmt den Ausstieg aus der Kohleverstromung, die vom Bund auf das Jahr 2038 festgelegt wurde, schon 17 Jahre früher.

Interessant dabei ist die so genannte Kraft-Wärme-Kopplung, die im Heizkraftwerk schon seit vielen Jahren betrieben wird. Ein Teil der erzeugten Wärme des Kraftwerks wird hier nämlich in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist, das auch heute noch immer weiter ausgebaut wird und für einen Wirkungsgrad des Heizkraftwerks von 96 % sorgt. Die „größte Heizung der Stadt“, so Marquard, werde so noch umweltschonender, zumal die Stadtwerke das ehrgeizige Ziel haben, auch das Gasmotorenkraftwerk langfristig CO2-neutral zu betreiben, was beispielsweise mit der Verbrennung von Methangas oder „grün“ aus erneuerbaren Energien erzeugtem Wasserstoff gelingen kann

Rund 75 Millionen Euro kostet das Gasmotorenkraftwerk und das ist ein netter Zufall, denn

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